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JLU-Absolventin erhält Stipendium

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Joana Tischkau © Kunst.hessen.de

Gießen/Wiesbaden (red). Künstlerinnen und kulturschaffende Frauen fördern und in den Fokus rücken: Das ist das Ziel des neuen Ottilie-Roederstein-Stipendiums des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. 134 Künstlerinnen aller Sparten haben sich in drei Kategorien beworben, neun wurden ausgewählt - darunter mit Joana Tischkau auch eine Absolventin des Masterprogramms »Choreographie und Performance« der Justus-Liebig-Universität.

»Mehr als die Hälfte der Studierenden an den hessischen Kunsthochschulen sind Frauen - aber trotzdem sind professionelle Künstlerinnen in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit immer noch zu wenig präsent«, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn in einer Pressemitteilung. »Dabei brauchen Kunst und Kultur alle klugen und kreativen Köpfe, um unsere Gesellschaft zu bereichern und voranzubringen - erst recht den weiblichen Blick.« Die Resonanz auf die erste Ausschreibung sei groß, die Auswahl vielfältig gewesen. Die Jury hat zwei Hauptstipendiatinnen, drei Nachwuchss- und vier Arbeitsstipendiatinnen ausgewählt.

Die beiden Hauptstipendien sind mit 40 000 Euro dotiert, zuzüglich gibt es bis zu 30 000 Euro Projektmittel für die Umsetzung des Vorhabens. Eines geht an die Choreographin und Performancekünstlerin Joana Tischkau. Die Alumna der JLU diskutiert Themen wie Rassismus, schwarze deutsche Identität oder Feminismus mit sub- und populärkulturellen, theatralen und choreographischen Formen - »analytisch scharf, aktivistisch und dennoch mit unterhaltsamer Leichtigkeit«. Die Jury zeigt sich überzeugt von Tischkaus »künstlerischer Sensibilität und Kompetenz beim Hinterfragen gängiger Darstellungsmuster«.

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