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JLU und DAAD besorgt wegen Krieg in Ukraine

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Gießen (fod). An der Justus-Liebig-Universität (JLU) ist die Nachricht vom russischen Angriff auf die Ukraine mit Erschütterung aufgenommen worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Gießener Zentrum östliches Europa (Gizo) und andere Einrichtungen der JLU würden seit vielen Jahren mit zahlreichen Partnern in Osteuropa, so auch in Russland und Ukraine, eng zusammenarbeiten.

»Wir sind in Gedanken bei unseren Partnerinstitutionen und unseren Freundinnen und Freunden in der Ukraine und stehen solidarisch an ihrer Seite«, betont Prof. Joybrato Mukherjee, Präsident der JLU. Es bleibe nun abzuwarten, wie im und nach dem Angriffskrieg die Austauschbeziehungen mit den ukrainischen Partnern aufrechterhalten werden können, heißt es weiter. Darüber hinaus würden die gesamten wissenschaftlichen Kooperationsbeziehungen mit Russland auf den Prüfstand zu stellen sein, wobei die weiteren Sanktionsmaßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene zu berücksichtigen seien.

Kooperationen

Laut einer Pressemeldung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) werden von diesem 46 Projekte in der Ukraine gefördert sowie weitere 62 im Rahmen des Erasmus-plus-Programms. Die Geförderten aus Deutschland, die sich noch in der Ukraine befanden, hätten das Land in den vergangenen Tagen verlassen. Wie Mukherjee, der auch Präsident dieser Organisation ist, ausführt, »sind wir als DAAD entsetzt über den Angriff Russlands auf die Ukraine, einem souveränen Staat in Europa«. Der DAAD stehe für den friedlichen und freien Austausch in den Wissenschaften und für eine grenzüberschreitende Gemeinschaft von Lehrenden, Forschenden und Studierenden in aller Welt. »Dies setzt die weltweite Beachtung des Völkerrechts voraus«, so Mukherjee.

Der DAAD werde die Lage und Entwicklung vor Ort genau beobachten und in enger Abstimmung mit der Bundesregierung und im Austausch mit der Hochschulrektorenkonferenz und den deutschen Hochschulen in den kommenden Tagen und Wochen bewerten, wie die Wissenschaftskooperationen mit der Ukraine gestaltet werden können.

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