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Jubiläumsfest sehr gut besucht

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Beim Basteln konnten vor allem die kleinen Besucher ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Foto: Jung © Jung

Das Zentrum für interkulturelle Bildung und Begegnung feierte seinen Geburtstag mit vielen Gästen sowie Musik, Tanz und Speisen aus verschiedenen Ländern und Kulturen.

Gießen . Nur die Sonne fehlte zum gelungenen Sommerfest, das nachträglich zum 25-jährigen Bestehen des Zentrums für interkulturelle Bildung und Begegnung (ZiBB) in der Hannah-Arendt-Straße am Samstagnachmittag begann. Doch nach den vergangenen heißen Tagen waren die zahlreichen Gäste froh, mal nicht ins Schwitzen zu kommen und unbeschwert feiern zu können. Das umfangreiche Programm unter freiem Himmel eröffneten Halyna Wolf und Hina Barashkova, Cellistinnen der Gruppe »Ukraine an der Lahn«, mit ukrainischer Klassik. An der Gesprächsrunde zu den Anfängen des ZiBB (der Anzeiger berichtete) am frühen Abend beteiligten sich Sofia Ott, Sadullah Güleç und Gerhard Merz, Janina Brendel moderierte. Pedro Hafermann las zudem aus »Die Augen der Geier: Zwei Jahre in Südindien«. Das Buch hatte die langjährige Vorstandsvorsitzende des Vereins, Anna Barbara Fischer, verfasst.

Es durfte dann geraten werden beim erneuten Auftritt der beiden Cellistinnen. Sie spielten bekannte und weniger bekannte Filmmusiken, und die Gäste zerbrachen sich zunächst ihre Köpfe, um dann doch zu den richtigen Lösungen zu kommen. »Solche Mitmachspiele sind immer schwierig«, meinte die Geschäftsführerin des Trägervereins des ZiBB, Anna Sophie Bühne, die durch das Programm führte. Doch den Gästen machte es sichtlich Spaß und sie wetteiferten um die richtigen Lösungen.

Ruhiger ging es wenige Meter weiter zu. Dort hatten die Kleinen ihren Spaß und konnten sich kreativ betätigen. Beim Bemalen von Taschen ließen sie ihrer Fantasie freien Lauf. Artig schauten sie Wolfgang Müller beim Origami zu, der diese Falttechnik früher zur Finanzierung seines Studiums einsetzte, wie er verriet. Eine Schlange stand derweil vor dem Schminkstand, wo interessante Verwandlungen kreiert wurden. Betrieb herrschte auch an der Kräuterbar und an der Getränketheke, dort wurden allerlei leckere Getränke für Große und Kleine zubereitet.

Jede Menge kulinarische Spezialitäten fanden sich unter dem Pavillon und schnell war die Platte mit internationalen Speisen verputzt. Für Musik sorgte die Trommelgruppe »Die Welt« der Awo-Jugendhilfe Gießen. Afrikanische Trommeln wie Djembe und Basstrommel kamen zum Einsatz. Iranische Musik mit Gesang aus verschiedenen Landesteilen Irans und einen persischen Solo-Tanz erlebten die Gäste ebenfalls. Nach dem Auftritt von Isabel und Francisco mit lateinamerikanischen Klängen wurde es draußen bei sinkenden Temperaturen kühler und die Feier verlagerte sich in den Saal. Dort lud DJane Sandi zur Tanzparty aus aller Welt ein. Zum Programm gehörte auch ein Lindy-Hop-Schnuppertanzkurs. Station beim Sommerfest machte ebenfalls das Museumsboot »Jette«. Das Oberhessische Museum sucht Objekte zur Gießener Stadtgeschichte und arbeitet derzeit an der Umsetzung einer neuen Dauerausstellung, die voraussichtlich im Sommer 2025 eröffnet wird. Hierfür sucht man auch nach besonderen Lebenserfahrungen, die mit Gießen in Verbindung stehen. Die Besatzung des »Bootes« stand für Gespräche bereit und freute sich über Museumsobjekte der Gäste und ihre Erzählungen.

Das Sommerfest fand gemeinsam mit dem Verein »an.ge.kommen« statt, der sein siebenjähriges Bestehen feiert. Dort hat man es sich zum Ziel gesetzt, einen Raum für kulturübergreifende Begegnungen zwischen Geflüchteten, Migrierten und der Gießener Gesellschaft zu gestalten.

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Die Speisenauswahl bot für jeden etwas. Foto: Jung © Jung

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