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Junge Menschen in »grüne Berufe« bringen

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Gießen (red). Mit einem Sofortprogramm zur Krisenbewältigung bekämpft das Land Hessen soziale Folgen der Corona-Pandemie. Im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) werden hierfür insgesamt 41 Millionen Euro investiert. In der regional übergreifenden Trägerkooperation ist die Gemeinnützige Gesellschaft für Integration, Jugend und Berufsbildung mbH (IJB) durchführender Partner im Landkreis und der Stadt Gießen.

Das Projekt startete am 1. Februar, jedoch können freie Plätze bis ins zweite Quartal besetzt werden.

»Wir unterstützen mit dem EU-geförderten Programm vor allem diejenigen, die den rasanten Wandel ohne individuelle Unterstützung kaum bewältigen können und stärken gleichzeitig die hessische Arbeitsmarktförderung«, erklärt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. Das umfangreiche Programm werde neue Perspektiven eröffnen und zu einer stabilen, nachhaltigeren und digitaleren Erholung des Arbeitsmarkts beitragen.

Zu den geförderten Projekten zählt »Go Green«, eine Initiative der Marburger Praxis gGmbH in Kooperation mit vier weiteren Trägern der Regionen Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder, Gießen und Wetterau. »Go Green« zielt darauf, jungen durch die Pandemie besonders benachteiligten Menschen in Nord-, Mittel- und Südhessen Zugang zu Berufen in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Garten- und Landschaftsbau sowie Landwirtschaft zu verschaffen. »Unser Ziel ist es, Naturerlebnisse zu ermöglichen und Verständnis für nachhaltiges Handeln in Beruf und Alltag zu fördern. Vorgesehen sind die Integration moderner, digitaler Lernmethoden und enge sozialpädagogische Betreuung«, erklärt Gerlind Jäckle, Geschäftsführerin der Praxis GmbH. Die regional übergreifende Trägerkooperation bringt das Angebot in die Regionen.

Softskills im Fokus

Im Landkreis und der Stadt Gießen werden die Landwirtschaft und Ernährung fokussiert. Zum Programm zählt die Vermittlung von Sprachkompetenz und sogenannten Softskills. Das Erleben der Umwelt, die Reflexion des eigenen Konsumverhaltens und die Bewusstmachung von Selbstverantwortung sind ebenso Teil des Programms wie organisatorische und handwerkliche Fähigkeiten.

Bei REACT-EU geht es dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration auch darum, innovative Konzepte zu erproben beziehungsweise Strukturen und Netzwerke in der hessischen Arbeitswelt zu entwickeln, die über die Projektlaufzeit hinaus wirken. Das Kooperationsprojekt unter der Regie der Praxis GmbH verfolgt deshalb eine Erweiterung von Maßnahmen am Übergang Schule-Beruf.

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