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Junge Menschen sind gefragt

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Drei Initiatorinnen präsentieren das Plakat für die Sozialaktion »3 Tage für Gießen« (von links): Bettina Lorentz, Astrid Eibelshäuser und Johanna Klier. Foto: Mehl © Mehl

Die Evangelische und Katholische Kirche suchen Kinder, Jugendliche und Erwachsene für die gemeinsame Aktion »3 Tage für Gießen und Umgebung«.

Gießen. »Junge Menschen wollen etwas tun, sie wollen anpacken.« Davon ist Johanna Klier überzeugt. Sie ist die Dekanatsjugendreferentin der Katholischen Kirche für Gießen und die umliegenden Gemeinden. Gerade nach zwei Jahren Corona-Pandemie sei das festzustellen, sagt Klier. Diese Erkenntnis mündet in die ökumenische Sozialaktion »3 Tage für Gießen und Umgebung«, die vom 29. September (Donnerstag) bis 1. Oktober (Samstag) veranstaltet wird. Zusammen mit Bettina Lorentz, Gemeindepädagogin im Evangelischen Dekanat Gießen, sowie Schirmherrin und Stadträtin Astrid Eibelshäuser (SPD) stellte Klier die Aktion auf dem Gelände der Jungen Kirche vor.

Bettina Lorentz sieht es ähnlich wie ihre katholische Kollegin. »Das Miteinander hat mehr Wind bekommen in den letzten zwei Jahren«, lautet ihre Erfahrung. Und das »Wir« ist gefragt bei »3 Tage für Gießen«. Denn angesprochen sind Teams aus jungen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern, die »drei Tage für Gießen investieren« wollen, wie es die Initiatorinnen formulieren. In sozialen Projekten sollen sich die Gruppen Ende September, Anfang Oktober aktiv für die Gemeinschaft einsetzen. »Wir wollen Menschen zusammenbringen, die sonst nicht zusammenkommen, und zeigen, dass Jugendliche etwas bewegen können«, gibt Johanna Klier die Zielsetzung vor. Diese praktischen Projekte sollen nicht eigennützig für das eigene Team konzipiert werden, sondern anderen Menschen in Gießen oder dem Landkreis zugutekommen, etwa Seniorenheimen, Geflüchteten, Kitas und, und, und. Damit solle auch »Glauben erfahrbar« gemacht und gezeigt werden, dass dieser nicht nur im Gottesdienst stattfinde, wie das Duo betont.

Dabei sind nicht nur kirchliche Gruppen angesprochen. Auch Schulklassen, Jugendzentren, Sportmannschaften und Kindergruppen können sich einbringen. Sie müssen nur eine Ansprechperson (»wegen der Aufsichtspflicht«, so Klier) benennen. Der zeitliche Aufwand und die Dimension der einzelnen Aktion hingen von den jeweiligen Möglichkeiten ab, machen die Initiatorinnen nur wenig Vorgaben. Dabei können die Gruppen an ihre bestehenden Kontakte zu sozialen Trägern anknüpfen oder eigene Projekte entwickeln. Oder sie setzen auf die »Überraschungskarte«. Will heißen, sie lassen sich vom Vorbereitungsteam, dem noch zahlreiche Ehrenamtliche angehören, Adressen für ihr Engagement zuweisen. Und das erst am 28. September, kurz vor dem Start der Aktion.

Dass der Anmeldeschluss schon auf den 31. Mai datiert ist, stelle kein Problem dar. Die Sozialaktion werde bei den Zielgruppen bereits seit Januar beworben, berichtet Bettina Lorentz. Es gebe schon die entsprechend gute Resonanz. Dennoch verweisen Lorentz und Klier auf weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten auf den jeweiligen Homepages (www.juki-giessen.de und www.kjz-giessen.de).

Für Astrid Eibelshäuser ist es ein »interessantes ökumenisches Projekt«, bei dem sie begrüßt, dass es weiter gefasst und weltoffen gestaltet sei. Denn das sei in einer Universitätsstadt wie Gießen unabdingbar. Zudem sei es eine Aktion, bei der Engagement erfahrbar und Solidarität begreifbar gemacht werde. Sie erwartet nun Aktionen, »die Spaß machen und Freude bereiten«. Denn das darf beim Tun und Anpacken nicht zu kurz kommen. Gerade nach zwei Jahren Corona.

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