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Junggesellen freigesprochen

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Der erfolgreiche Prüfungsjahrgang des Maler- und Lackierer-Handwerks. Foto: Ewert © Ewert

Neun Fahrzeuglackierer, acht Maler und ein Bau- und Metallmaler verstärken nun als Facharbeiter die Betriebe des Maler- und Lackierer-Gewerks in Stadt und Kreis Gießen.

Gießen (wf). Die Maler- und Lackierer-Innung Gießen darf sich über zwei Junggesellinnen und 16 Junggesellen freuen, die nach bestandener Prüfung ihre für den künftigen Berufsweg - und damit verbunden ihren weiteren Lebensweg - so wichtigen Gesellenbrief in einer kleinen Freisprechungsfeier im »Bootshaus« an der Lahn in Gießen entgegennehmen konnten.

Überreicht wurden die Zertifikate vom stellvertretenden Obermeister Markus Jung (Holzheim) und Mitgliedern des Gesellenprüfungsausschusses, zu dem mit Martina Eishauer, Simone Löffler und Regina Seuling auch drei Fachlehrerinnen der Willy-Brandt-Kreisberufsschule angehören. Neun Fahrzeuglackierer, acht Maler und ein Bau- und Metallmaler verstärken nun als Facharbeiter die Betriebe des Maler- und Lackierer-Gewerks in Stadt und Kreis Gießen - und darüber hinaus auch bei den Fahrzeuglackierern.

Allerdings, so Martina Eishauer, solle nicht verschwiegen werden, dass es sich in diesem Jahr um ein ungewöhnliches historisches Tief handele, was die Zahl der Auszubildenden beziehungsweise Junggesellen betrifft. Im Blick auf das erste Lehrjahr und auch auf das zweite und dritte sehe es in diesem Jahr schon wieder freundlicher aus. Die Lehrlingszahlen sind im Steigen begriffen.

Markus Jung, der bei der Freisprechung den wegen eines Arbeitsunfalles ausgefallenen Obermeister Hartmut Gall vertrat, sowie der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gießen, Uwe Bock, wandten sich mit aufmunternden Worten an den Maler- und Lackierer-Berufsnachwuchs. Beide sehen in Fleiß, Einsatz und Zielstrebigkeit eine Erfolg versprechende Basis, im Beruf Fuß zu fassen und sich neue Ziele zu stecken. Dabei seien Vorbilder hilfreich, an denen man sich orientieren und ihnen nacheifern könne. Nie aufgeben, an Problemen wachsen und »Lust auf Leistung« sind laut Jung gleichfalls drei zielführende Tipps. Und: »Glücklichsein hängt nicht davon ab, dass wir bekommen, was wir nicht haben, sondern davon, dass wir nutzen, was wir haben.«

Und Uwe Bock wies auf die breite Palette handwerklicher Berufe hin, darunter die des Malers und Lackierers, die dem Inhaber eines Gesellenbriefes »mit krisenfesten und stabilen Arbeitsplätzen alle Möglichkeiten bieten, auf dem Weg der Weiterbildung vom Lehrling zum Gesellen bis zum Meister und Betriebswirt« eine Karriere im Handwerk zu starten.

Die Absolventen

Bei den Malern: Rachel Alexandra Knorr (Nidda-Ulfa, Ausbildungsbetrieb Maler Gall, Langd), Kevin-Sven Boll (Hungen, AB Aljoscha Sauerwald, Lich), Meysam Bostanmanesch Nik (Lich, AB Baudekoration Richardt, Gießen), Cihan Abdullah Eren (Lollar, Malerbetrieb Mainbau, Lollar), Noah Patrik Linnebacher (Leun, AB Martin Koob, Wettenberg), Jannik Müller (Grünberg, AB Traum, Mücke) sowie Jan Pascal Brack (Cölbe) und Pia Ruckat (Staufenberg, beide AB ZAUG, Gießen). Bei den Fahrzeuglackierern: Seyed Ahmad Ahmadi (Gladenbach, AB Velte, Biedenkopf), Mehmet Ali Erciyas (Breidenbach, AB LaKaZe, Breidenbach), Robin Krieb (Ebsdorfergrund, AB Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. Region Mittelhessen), Lucas Künzel (Gilserberg, AB Denzel, Wohratal), Jan-Niklas Nau (Marburg, AB Martin Fischer, Marburg), Pascal Oehmichen, Laubach, AB Lackierzentrum Grünberg), Belal Rihawi (Marburg) und Diego Olivier Marin (Gießen, beider AB Leinweber, Marburg) sowie Luis Schwellnus (Pohlheim, AB Mike Misof, Lollar). Die Ausbildung zum Bau- und Metallmaler hat Luca Herbert Weil aus Rockenberg, AB ZAUG Gießen, bestanden.

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