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Kapitelman am Donnerstag zu Gast beim LZG

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Gießen (red). Der Schriftsteller Dmitrij Kapitelman liest am Donnerstag, 13. Januar, beim Literarischen Zentrum Gießen (LZG) aus seinem aktuellen Roman «Eine Formalie in Kiew.« Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im KiZ (Kongresshalle). Der Eintritt beträgt 8 (6) Euro. Dima lebt bereits seit 25 Jahren in Deutschland und kann mittlerweile besser sächseln als die Beamtin, bei der er die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt.

Aber der Bürokratie ist keine Formalie zu klein, wenn es um Einwanderer wie ihn geht: Frau Kunze verlangt eine Apostille aus Kiew, die auch nur dort zu bekommen ist. So reist Dima in seine Geburtsstadt, mit der ihn nichts mehr verbindet außer Kindheitserinnerungen an seine liebenden, unfehlbaren Eltern. Dmitrij Kapitelmans autobiographisch geprägter Roman ist die Geschichte einer Familie, die einst voller Hoffnung in die Fremde zog, um ein neues Leben zu beginnen. Erzählt wird das mit dem bittersüßen Humor eines Sohnes, der stoisch versucht, Deutscher zu werden. Dmitrij Kapitelman (geboren 1986 in Kiew) kam im Alter von acht Jahren als »Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Er arbeitet heute als freier Journalist.

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