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Karlheinz Geyer verstorben

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Karlheinz Geyer © Red

Am 4. Februar starb der Zahnarzt und ehemalige Geschäftsführer der Gießener Kinos, Karlheinz Geyer.

Er wurde am 14. Dezember 1927 in Bad Homburg geboren. Seine Eltern betrieben das Kurparkcafé in Bad Homburg. Dort verkehrte das Frankfurter Kino-Ehepaar Henrich. Adam Henrich stellte den Vater von Karlheinz Geyer als Verwalter der Gießener Kinos ein. So zogen die Eltern mit dem jungen Karlheinz 1928 nach Gießen. Seine Kindheit verbrachte er in der Dienstwohnung in der Schanzenstraße mit direktem Zugang zum Kino. Nach Kriegsende absolvierte Geyer eine Lehre zum Dentisten. Doch sein Vater bat ihn um Unterstützung bei der Verwaltung der Kinos. Zunächst leitete Otto Geyer, dann Karlheinz Geyer, die Gießener Kinos: Das Lichtspielhaus, das Roxy, das Gloria, das Heli und das Luxor.

Nachdem die Kinos verkauft waren, leitete Geyer für 15 Jahre seine eigene Zahnarztpraxis in Großen-Buseck. Er engagierte sich in vielen Vereinen und Gruppen. Unter anderem war er Mitglied im Gießener Schwimmverein, wo er in den 1950er Jahren die Synchronschwimmerinnen trainierte, dem DLRG, einem Kegelverein und dem Modellflugbauverein.

2019 übergab Karlheinz Geyer über den Gießener Anzeiger eine reichhaltige Gießener Kinochronik sowie Fotoalben seines Vaters an das Gießener Stadtarchiv.

Geistig fit bis kurz vor seinem Tod las er täglich die Zeitung, spielte am Computer Kartenspiele und zeigte großes Interesse an Kinofilmen und Filmtechnik. Zurück bleiben seine Frau Heidi (geb. Schwarz), mit der er fast 60 Jahre verheiratet war, die beiden Söhne und Enkelin Athala. (red)/ Foto: privat

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