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Kein Schnellbus, dafür zwei neue Bahnhaltepunkte

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Gießen (kg). Fünf anwesende Ortsbeiratsmitglieder reichten, damit das Rödgener Gremium bei der Sitzung am Dienstagabend beschlussfähig war. Doch wegen der Abwesenheit von vier Beiräten und dem gemeinsamen Antrag fiel die Aussprache »Entwicklungskonzept Teich östlich der Rosengasse« aus. So blieben nur zwei unwesentliche Beratungen übrig, die Sitzung war schnell zu Ende.

An welchen Stellen im Ortsteil städtische Müllbehälter aufgestellt sind und ob diese auch in Zukunft noch bestehen werden, will der Ortsbeirat wissen. Im Detail heißt das: Auskunft über den Standort öffentlicher Müllbehälter, die von der Stadt und den ihr untergeordneten Stellen unterhalten werden. Mitteilung über die entsprechende Zuständigkeit der städtischen Stellen und den von diesen festgelegten turnusgemäßen Entleerungsintervallen. Es soll sichergestellt werden, dass diese Müllbehälter auch in Zukunft bestehen bleiben und regelmäßig entleert werden. Zudem verlangen die Rödgener eine Ausweitung des Angebotes zur ordentlichen Müllentsorgung, insbesondere der Möglichkeit, Hundekot zu entsorgen. Die Grundlage für den Antrag der FW sind vermehrte Beschwerden von Anwohnern über überfüllte öffentliche Mülleimer. Insbesondere bei von Hundebesitzern häufig genutzten Mülleimer, beispielsweise gegenüber des Hundeübungsplatzes. Wenn die Rödgener dazu den Mängelmelder betätigten, gebe es nur unbefriedigende Antworten, hieß es. Ortsvorsteherin Elke Victor bemängelte, Stadtförster Erst Ludwig Kriep habe angekündigt, die Müllbehälter würden nur noch einmal geleert und dann abgebaut. Ohne Diskussion ging der Wunsch nach einem Geländer an der neuen Treppe von der Rosengasse zum Kirschenberg auf den Weg.

Es scheint zu rumoren in Rödgen: Die Ortsvorsteherin sprach von »riesen Unruhe« im Stadtteil wegen der Kanaluntersuchungen durch die Mittelhessischen Wasserbetriebe (MWB). Nach Schilderungen von Grundstückseigentümern weiche das Verfahren von dem ab, was die MWB in ihren Informationsveranstaltungen vorgetragen haben. Die Bürger seien verunsichert, wurde an Victor herangetragen und es gebe auch Belege dafür. Die Ortsvorsteherin schlug deshalb vor, zunächst eine Versammlung mit Ortsbeirat und den Betroffenen zeitnah durchzuführen.

Der Magistrat stehe dem Einsatz eines Schnellbusses zwischen Rödgen und dem Bahnhof - so wie es der Ortsbeirat angeregt hatte - kritisch gegenüber, teilt Bürgermeister und Verkehrsdezernent Alexander Wright mit. Aufgrund des geringen Fahrgastpotenzials sei eine ausreichende Wirtschaftlichkeit nicht zu erwarten. Zudem bestünden in der Hauptverkehrszeit regelmäßig Verbindungen, bei denen nur mit einem Umstieg von Rödgen aus der Bahnhof direkt erreicht werden kann. Langfristiges Ziel der Stadt sei es, durch die neuen Bahnhaltepunkte am US-Depot und in Rödgen, attraktive Bahnverbindungen zum Bahnhof zu schaffen. »Dies hätte für die Bürgerinnen und Bürger Rödgens deutlich kürzere Reisezeiten zur Folge«, so Wright.

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