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Keine gravierenden Schäden in Gießen

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Die Berufsfeuerwehr war in der Sturmnacht von Mittwoch auf Donnerstag neun Mal im Einsatz. Neben umgekippten Bäumen und Mülltonnen lautet die Bilanz: Keine Verletzten und größere Schäden.

Gießen. Für das »Worst-Case-Szenario« (schlimmste Befürchtung) bezüglich der Sturmnacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte die Berufsfeuerwehr entsprechende Vorsorge getroffen. »Zum Glück ist es überschaubar geblieben«, so die Nachricht am nächsten Vormittag.

Personen- und auch Gebäudeschäden habe es nicht gegeben. Zu neun Einsätzen sei es in der Nacht bis um 9 Uhr gekommen. Die meisten Meldungen hätten Bauzäune - so unter anderem im Alten Steinbacher Weg - und umgestürzte Bäume betroffen. Diese hätten in der Hangelsteinstraße, auf der B457 zwischen Europaviertel stadtauswärts bis Ende des Waldes, auf der Zufahrt zum Schiffenberg und im Sandfeld/Ecke Rodtgärten entfernt werden müssen. Voll gesperrt war am Vormittag der Steinberger Weg im Bereich des gesamten Waldes bis kurz vor Watzenborn-Steinberg. Auf der Landesstraße L3132 waren vor dem Bahnübergang unmittelbar am Straßenrand einige Nadelbäume teils entwurzelt und hatten sich zur Fahrbahn hingeneigt. Wegen der drohenden Umsturzgefahr war den gesamten Vormittag über kein Durchkommen für den Verkehr möglich.

Kein Durchkommen

Die Berufsfeuerwehr war alarmiert und vor Ort. Allerdings kehrte sie unverrichteter Dinge wieder um, da es laut Polizei Aufgabe der Straßenmeisterei sei, die vom Umstürzen bedrohten Bäume an dieser Stelle zu fällen. Von ihr sollte dann auch die von Polizei und Feuerwehr bewachten Straßensperrungen übernommen werden. An der Straßenecke Sandfeld/Rodtgärten bemerkte ein Anwohner der Straße Rodtgärten »um sechs Uhr nach dem Aufstehen«, dass ein Baum seines direkten Nachbarn, dessen Grundstück an der Straßenkreuzung gelegen ist, auf die Straße gefallen war. »Um die blockierte Straße schnell wieder für den Autoverkehr freizubekommen, schnitt ich mit der Säge das obere Drittel des Baumes ab, das ich gerade noch wegschleppen konnte«, berichtete der Mann dem Anzeiger Ein anderer Nachbar sei hinzugekommen und habe sein Auto weggefahren, das ganz in der Nähe des umgestürzten Baumes geparkt war. Glücklicherweise hatte der Wagen nur ein paar Kratzer abbekommen. Der Baum selbst, eine serbische Fichte, war durch den Sturm nicht entwurzelt worden, sondern auf einer Höhe von einem guten Meter vom Erdboden im Stamm abgebrochen. Beim näheren Betrachten entpuppte sich der Stamm als abgestorben - verursacht durch den Borkenkäfer »Ich habe letztes Jahr zwei Bäume in meinem Garten fällen lassen, weil sie abgestorben waren«, erzählte der Nachbar mit der Säge.

Der Schreiber dieser Zeilen war am gestrigen Vormittag mit dem Fahrrad unterwegs, was sich als ein recht bedrohliches Unterfangen herausstellte. Aufbrausende Windböen, hauptsächlich beim Überqueren von Kreuzungen, nötigten größte Vorsicht ab. Als Hindernisse - nicht nur für Radfahrer - entpuppten sich Mülleimer.. Bei den bereits entleeren hatten Sturmböen leichtes Spiel,, diese wegzupusten. Im besten Fall kippten sie nur um. Doch wurden sie hier und da auf die Fahrbahn geweht.

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