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»Keine städtische Aufgabe«

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Derzeit sind viele Container sehr voll. Archivfoto: Wißner © Red

Derzeit sind viele Altglascontainer in Gießen übervoll. Ein defektes Fahrzeug und das Warten auf einen Auftrag sind Gründe dafür.

Gießen (olz). Überfüllte Flaschencontainer - seit Monaten ist das ein gewohntes Bild in der Stadt. Angestoßen von einem Antrag der CDU erklärte Ralf Pausch in der Sitzung des Hauptausschusses am Montag die Hintergründe der aktuellen Situation. »Das Sammeln von Altglas ist keine primäre Aufgabe der Stadt«, erläuterte der Leiter des Stadtreinigungs- und Fuhramtes.

Stadt als Subunternehmer

Grundsätzlich handele es sich um eine Aufgabe der Dualen Systeme, erklärte Pausch. Sie schrieben alle drei Jahre im Gesamtlos aus, woraufhin dann ein Unternehmen den Auftrag bekomme. In Gießen sei die Stadt bislang wiederum als Subunternehmen des Ausschreibungsgewinners aktiv. Sein aktueller Vertrag laufe bis zum 31. Dezember, weshalb auch noch nicht klar sei, ob die Stadt weiterhin als Subunternehmen agiere. »Die aktuelle Situation ist extrem unbefriedigend«, betonte Pausch mit Blick auf das Thema überfüllte Container. Bislang habe man sie in ein Fahrzeug mit einem speziellen Aufbau entleert, das jedoch defekt sei. »Wir suchen derzeit nach einem Leihfahrzeug«, so der Amtsleiter. Ein Neufahrzeug habe eine Lieferzeit von zwölf bis 15 Monaten und koste etwa 300 000 Euro.

Fahrzeug für 300 000 Euro

Die Reparatur des eigenen Gefährts nehme Monate in Anspruch und sei mit Kosten im Bereich von rund 100 000 Euro zu beziffern. »Wenn ich noch nicht weiß, ob wir den Auftrag als Subunternehmen wieder bekommen, kann ich kein Fahrzeug für 300 000 Euro kaufen«, machte der Amtsleiter deutlich. Zudem würden die Behälter auch in der aktuellen Situation geleert, aber es komme zu einer stark verzögerten Leerung und die Frequenz sei geringer. Routinemäßig werden die Container in das Spezialfahrzeug entleert. Aktuell setze das Amt dagegen einen Kran ein. Er hebe zwei Behälter auf einen Lkw, der sie zur Entleerung auf den Betriebshof fahre. Dies sei deutlich aufwendiger, Personalausfälle wirkten sich unmittelbar aus. Zur Vereinfachung verwies Pausch auf Container vor dem Betriebshof in der Schlachthofstraße. Sie würden häufiger entleert.

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