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Kindertagespflege mit Brief und Siegel

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Nach 300 Unterrichtsstunden und zwei Praktika erhielten die Teilnehmerinnen ihr Bundeszertifikat für die Kindertagespflege. Foto: Awo © Awo

Gießen (red). Sichtlich gut gelaunt nahmen zwölf Kindertagespflegepersonen (KTP) aus Stadt und Kreis Gießen ihr Bundeszertifikat nach QHB (Qualitätshandbuch) in einer Feierstunde von Mechtild Hermann, Geschäftsführerin des Bildungswerkes der Awo Hessen, entgegen.

Um dieses bundesweit höchste Qualifikationsniveau zu erreichen, bedurfte es einiger Anstrengung. So absolvierten die Teilnehmerinnen zunächst 160 Unterrichtsstunden und zwei Praktika in einem vorbereitenden Teil, der mit einer Prüfung endete. Darin mussten sie unter anderem ihre Konzeption für ihre zukünftige Tätigkeit als KTP erläutern und sich Fragen eines Fachgremiums stellen. Bei bestandener Prüfung und Eignung erteilten dann die jeweiligen Jugendämter der Stadt und dem Landkreises Gießen die offizielle Pflegeerlaubnis. Beim QHB steht die Qualität der Kindertagespflege im Mittelpunkt. Dazu gehört insbesondere, die eigene Tätigkeit unter fachlichen Kriterien zu reflektieren - zum Wohle der Kinder und deren Eltern, welche ihre Kinder zur Betreuung der KTP in deren eigenen vier Wänden anvertrauen.

Tätigkeitsbegleitend absolvierten die Pflegepersonen dann weitere 140 Unterrichtsstunden am Abend und an Wochenenden als Weiterbildung.

Neben den frisch gebackenen KTPS entschlossen sich auch drei erfahrene, diesen Weg zu gehen und ihre Arbeit berufsbegleitend professionell zu reflektieren und sich einer Abschlussprüfung zu unterziehen.

Eine Mühe, die sich für alle gelohnt hat. Insbesondere für die Kinder, die nun von fachlich ausgebildeten Menschen betreut werden, für die Eltern, die dies zu schätzen wissen und für die Betreuenden selbst, die aufgrund der Qualifizierung besser entlohnt werden.

Die Freude bei der Zertifikatsübergabe wurde geteilt von Lolita Werner, der kontinuierlichen Kursbegleitung vom Träger der Bildungsmaßnahme, dem Awo-Bildungswerk, Gerda Weigel-Greilich, zuständige Stadträtin und Katherina Schauer als Vertreterin des Landkreises Gießen sowie den vier Kindertagespflegebüros. Sie stehen den Kindertagespflegepersonen weiterhin beratend und unterstützend zur Seite.

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