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Kita-Einsatz trägt Früchte

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2021 wurde die Awo-Kita in Gießen-Rödgen nominiert, dieses Mal schaffte sie es beim Bundeswettbewerb »Wir tun was für Bienen« auf Platz 2. Jetzt gab es eine Dankesfeier für alle Beteiligten.

Gießen (kg). »Rödgen summt« - Wir lassen unseren Ort aufblühen!« unter dieses Motto stellte das Familienzentrum/Kita der Awo Rödgen seinen Beitrag, den es im Sommer bei einem Bundeswettbewerb zum Schutz von Bienen und anderen Insekten einreichte. Nach erfolgreicher Teilnahme kam jetzt eine kleine Runde zusammen, um ein paar Dankesworte an die Sponsoren sowie die Leitung und die Mitarbeiterinnen der Awo-Kita zu richten, so Geschäftsführer Jens Dapper beim Ortstermin.

Sowohl im vergangenen als auch in diesem Jahr nahm die Kita an dem Wettbewerb »Wir tun was für Bienen«, den das Bundesumweltministerium initiierte, teil. 2021 wurde die Kita nominiert, dieses Mal schaffte sie es auf das Treppchen zum Platz 2.

Unzählige Pflanzprojekte wurden registriert und als Highlight - quasi als Anerkennung außerhalb des Wettbewerbes - gab es für die Rödgener Kita noch ein schönes Insektenhotel. Dieses wurde von der Zimmerei Lintl/Kosch (LIK GmbH) aus Rockenberg-Oppershofen gespendet. Dieses Unternehmen hat dem Rödgener Familienzentrum schon öfter mit Materialspenden unter die Arme gegriffen.

Eine Erzieherin berichtete jetzt in der Runde, was die Kinder unternahmen, um sich erfolgreich im Wettbewerb zu positionieren. Die Kinder beschäftigten sich mit den Tieren, informierten sich. Es wurde ein Wildblumenwiese angelegt, Kürbisse und Radieschen gepflanzt.

Das größte Projekt war das Anlegen eines Ackers. Zunächst musste alles umgegraben werden, Unkraut gezupft und Wurzeln gezogen werden. Es folgte das Ansetzen und Einsäen. Der Sommer war sehr heiß und oft kamen die Gießkannen zum Einsatz. Die Belohnung für die umfangreichen Arbeiten: 300 Euro Preisgeld, eine Bienentrophäe und kleine Sachpreise. Das sei wieder ein Projekt der Einrichtung gewesen, wo Partizipation im Vordergrund stand und das zeichne die Kita besonders aus, sagte mit Stolz Geschäftsführer Jens Dapper. »Es ist super, dass die Kinder dabei sind und nicht nur die Erwachsenen und Erzieher sich beteiligen, sondern das geschieht in Kombination«. Bundesweit verzeichne die Rödgener Einrichtung damit Erfolge«, machte Dapper deutlich. Eingebunden wurden auch die Schule und das Bauernhofgelände außerhalb.

Dieter Geißler, Vorsitzender des Stadtkreises Awo Gießen, verkündete: »Es war Dorfgespräch«. In der Pandemie sei es wichtig gewesen, Kontakt im Ort zu halten, berichtete die Leiterin der Einrichtung, Beate Diehl. Es wurden beispielsweise Tütchen mit Samen verteilt. 387 Beiträge wurden eingereicht und rund 8000 Personen beteiligten sich am Wettbewerb.

18 Beiträge, auch aus privaten Initiativen, gingen aus Hessen ein. Dieter Geißler zeigte sich zufrieden und sprach allen Beteiligten ein großes Lob aus: »Wir können uns freuen, dass wir in Rödgen eine solche aktive Kita haben«, und er dankte Birgit Kosch vom Unternehmen LIK, das ein Insektenhotel gesponsert hatte. Das wurde zunächst von den Kindern gefüllt und wird im kommenden Jahr im Rahmen des erneuten Wettbewerbes als Beitrag mit eingereicht.

Im Anschluss ging es hinaus in den Garten, um die neueste Errungenschaft zu enthüllen und zu bestaunen, was die Kinder jetzt im Rahmen ihrer Projekte wieder unternehmen können. Sicher wird auch das Bienenlied dort gesungen, in dem es heißt: »Alle Leut’aus Rödgen stimmen jetzt mit ein, denn wir wollen alle bienen-freundlich sein«.

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