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Kleiner Beitrag zum »heimischen Artenschutz«

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Gießen (red). Bienen, Hummeln und Co. finden zunehmend weniger Nahrungsquellen und Lebensraum in der dicht besiedelten Stadt. Wiesen und Wildkräuter gibt es selten. Eine kleine Wildblumenwiese bereichert den Garten und ist nicht zeitaufwendig zu pflegen. Denn Bienen übernehmen einen großen Teil der Bestäubungsarbeit und sind für ein funktionierendes Ökosystem unverzichtbar.

»Jede und jeder kann helfen, das zu ändern, indem ein Beet im heimischen Garten oder auch ein Blumenkasten auf dem Balkon zu einer blühenden Oase für Insekten, mit Pflanzen und Kräutern wie zum Beispiel Thymian, Salbei, Kornblume, Margerite und Studentenblume gestaltet wird«, teilt die Stadt in einer Presseerklärung mit. Es handele sich um einen kleinen Beitrag zum »heimischen Artenschutz«, so Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich. Ab sofort können im Rathaus am Berliner Platz am Empfang dafür Samentütchen mit Wildblumensamen kostenlos abgeholt werden. Ein Tütchen mit mehrjährigem Saatgut reicht für die Einsaat von circa einem Kubikmeter. Zu beachten sei, »dass vor der Aussaat der Boden gelockert und krümelig bearbeitet sein sollte und nach der Aussaat feucht gehalten wird«. Werden mehr als drei Samentütchen benötigt, können diese unter Angabe der Flächengröße, die eingesät werden soll, per E-Mail an umweltamt@giessen.de bestellt werden. Ein Informationsfaltblatt zum Thema »Bienenfreundlich Gärtnern« mit nützlichen Hinweisen auch für einen insektenfreundlichen und pflegearmen Staudengarten ist ebenfalls erhältlich.

Im ersten Jahr nach der Einsaat könne man sich gleich an den vielen bunten Farben und unterschiedlichen Blütenformen erfreuen; ebenso an den anfliegenden Insekten. »Im zeitigen Frühjahr nimmt man die abgestorbenen Pflanzenteile ab und arbeitet die ausgefallenen Pflanzensamen für die nächste Saison leicht in den Boden wieder ein«, heißt es weiter. Selbst kleine Wiesenbeete oder Blumenkästen könnten den Insekten viele Vorteile bringen und die Vielfalt der Pflanzen im Garten werde erhöht.

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