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»Kollegiales Engagement«

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Joybrato Mukherjee hat von THM-Präsident Matthias Willems die Ehrensenatorwürde entgegen genommen. Foto: THM © THM

THM-Präsident Prof. Matthias Willems zeichnet Prof. Katharina Krause und Prof. Joybrato Mukherjee für besonderes kollegiales Engagement aus und ernannte sie zu Ehrensenatoren.

Gießen (red). In seiner jüngsten Sitzung hat der Senat der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) zwei Partner zu Ehrensenatoren ernannt: Prof. Katharina Krause, ehemalige Präsidentin der Philipps-Universität Marburg und Prof. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, wurden für ihren Einsatz für eine enge Kooperation der drei mittelhessischen Hochschulen ausgezeichnet.

Deren vertrauensvolle Zusammenarbeit wäre kaum denkbar ohne den persönlichen Einsatz von Krause und Mukherjee - so steht es in den Urkunden. Sie hätten sich »mit kollegialem Engagement, strategischem Weitblick und politischem Geschick« für eine hochschultypübergreifende Kooperation eingesetzt.

Lebendiges Zeugnis dieses Wirkens sei der Forschungs-campus Mittelhessen (FCMH). THM-Präsident Prof. Matthias Willems nannte diesen einen »einzigartigen Leuchtturm«, der deutschlandweite Sichtbarkeit für den Wissenschaftsstandort und die Region schaffe. Willems dankte den Geehrten persönlich, im Namen der Hochschule und ihres Senats.

Krause nannte den Forschungscampus im Rahmen einer kleinen Feierstunde ein »wunderbares Zeichen unserer Freundschaft«. Sie sagte: »Wir haben viel daraus gemacht. Es kann und darf noch viel mehr werden.« Sie betonte, dass auch die Universitäten von der Kooperation mit der ehemaligen Fachhochschule profitierten: »Die Philipps-Universität hat alles - nur keine Ingenieure.« Durch die Zusammenarbeit habe man »quasi Fächer hinzugewonnen«. Das sei wichtig für die Region: »Mittelhessen musste immer um Wahrnehmung in Wiesbaden kämpfen.« Deshalb sei man gemeinsam aufgestanden und haben den FCMH auf die Beine gestellt. Der habe die gemeinsamen Ziele bereits erreicht und zugleich noch viel Potenzial für die Region.

Aus Termingründen hatte Mukherjee seine Urkunde bereits einige Tage zuvor im Präsidium der THM aus den Händen von Willems entgegengenommen. »Dies ist eine besondere Wertschätzung für mich und für die Zusammenarbeit, die wir hier in der Region seit vielen Jahren pflegen«, sagte er in einer Videobotschaft. Zu dritt hätten die Hochschulen »Dinge bewegt, die keiner für sich alleine bewegen kann.« Die Häuser seien wie drei Geschwister mit unterschiedlichen Stärken und Interessen. Dass der Wissenschaftsrat die im FCMH manifestierte Zusammenarbeit als »best practice«-Beispiel hervorhebe, sei Beleg für gemeinsam Erreichtes. »Der Forschungscampus läuft äußerst erfolgreich«, sagte Mukherjee. Er wolle diesen Weg auch in den kommenden Jahren gemeinsam weitergehen.

Die Ehrensenatorwürde verleiht die THM äußert selten. 2005 erstmals ausgegeben, haben vor Krause und Mukherjee nur sechs Männer diese Auszeichnung erhalten - Katharina Krause ist die erste Frau, der diese Ehre zuteilwird. Sie und Joybrato Mukherjee in die Reihe der Ehrensenatoren aufzunehmen, hatte der Senat im Juli beschlossen.

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