Kommentar zu OB-Nominierung der CDU: Nicht ganz so überraschend

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Ziemlich viel Zeit hat sich die CDU gelassen, ihren OB-Kandidaten zu präsentieren. Dabei schien es bei den Christdemokraten lange so klar wie bei keiner anderen Partei zu sein, wer seinen Hut ins Rennen um den Posten des Rathauschefs werfen würde. Schon mit Bekanntgabe seiner Übernahme des Bürgermeisteramts zum 1. November 2018 galt Peter Neidel - der jetzt doch lieber Landrat werden möchte - als logischer Bewerber und potenzieller Nachfolger von Dietlind Grabe-Bolz.

Doch seitdem hat sich die politische Landschaft in Gießen verändert, erst recht seit der Kommunalwahl im März. Die Grünen befinden sich auf einem Höhenflug und werden wohl zusammen mit SPD und Linken die künftige Koalition und Stadtregierung bilden. Da haben sich offenbar auch Neidel & Co. auf einen Strategiewechsel verständigt. Und so kommt die Entscheidung, den 30-jährigen Frederik Bouffier antreten zu lassen, zwar überraschend. Aber nicht ganz so sehr, wie sie das noch vor wenigen Monaten gewesen wäre. Mit jeder Woche, die seit der Kommunalwahl verging und in der die CDU im Gegensatz zu SPD, Grünen und Die Partei bezüglich ihres OB-Kandidaten schwieg, wuchs die Wahrscheinlichkeit, dass es doch ein anderer als Neidel sein würde. Frank-O. Docter

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