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Kreuzung Oswaldsgarten sicherer gemacht

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Alexander Steiß (l.), Carsten Trittin und Holger Hedrich (beide in gelber Schutzjacke) haben die Lage im Blick. © Schäfer

Für die infolge eines Unfalls schwierigen Verkehrsverhältnisse am Oswaldsgarten in Gießen wurde eine bessere Zwischenlösung gefunden. Zudem soll bald eine neue Ampelanlage kommen.

Gießen (rsc). Angenehm überrascht zeigt sich Ordnungsamtsleiter Alexander Steiß an Gießens zweitgrößter innerstädtischer Kreuzung vom »rücksichtsvollen Verhalten der Verkehrsteilnehmer«. Hier am Oswaldsgarten ist seit etlichen Tagen die gesamte Ampelanlage ausgefallen, nachdem ein Autofahrer bei einem Verkehrsunfall ausgerechnet den Steuerkasten erwischt hatte (der Anzeiger berichtete). »Hätte er einen Ampelmast umgefahren, wäre das einfacher gewesen«, so Steiß. Ein Steuergerät aber ist für jede Ampelanlage speziell konfiguriert. Laut Holger Hedrich, zuständig für die Straßenverkehrsabteilung, wurde jetzt für die Zwischenzeit die ampellose Kreuzung verkehrssicherer umgestaltet. So ist nur noch eine einspurige Zufahrt mit Tempo 30 in dem Bereich möglich. Den Fußgängern wurde eine Haltzone zwischen den Fahrspuren eingeräumt. Vorfahrtsberechtigt sind die rollenden Verkehrsteilnehmer auf dem Anlagenring (hier Übergang von Nord- und Westanlage).

Tempo 30 ergab, dass die von der Rodheimer Straße und der Neustadt kommenden Fahrzeuge leichter queren konnten. All diese umfangreichen Maßnahmen hatten dazu geführt, dass der Auto-, Radfahr- und Fußgängerverkehr einigermaßen unproblematisch ablief. Und dies ohne Verkehrspolizisten, die den Verkehr mit den Händen regeln. Dies ist ab sofort anders, erzählt Carsten Trittin, zuständig auch für die Personalabstellung an dieser Kreuzung. »Täglich von 7.15 bis 19.15 Uhr sind zwei Schichten mit jeweils sechs Ordnungspolizisten für die Verkehrsregelung abgestellt.« Zwei von ihnen regeln jeweils auf der Kreuzung den Verkehr. Sie werden stets nach 15 Minuten abgelöst. »Länger können wir sie aus Gründen der Konzentration auf das Verkehrsgeschehen, und damit die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, dort nicht agieren lassen.«

Damit sie auch bei Dunkelheit von allen gut gesehen werden können, hilft nicht nur ihre reflektierende Bekleidung. Von einem hohen Lichtmast wird die Kreuzung mit grellem Lichtschein fast taghell erleuchtet. Diese mobile Beleuchtung stellt morgens die nah angesiedelte Berufsfeuerwehr an den Rand der Kreuzung und fährt sie abends wieder in ihr Domizil.

Dass seit Montagabend Verkehrspolizisten den Verkehr regeln müssen, liegt daran, dass seitdem eine provisorische Ampelanlage errichtet wird, was den Verkehr noch stärker behindert. Interimsmäßig wird die über Hochleitungen verbundene Anlage den Verkehr ab voraussichtlich Samstag bis zur Installation der neuen regeln.

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