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Kündigungsverzicht der GWH

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Von: Rüdiger Schäfer

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Im Besitz der GWH befinden sich in Gießen 425 Wohnungen, wie auch diese beiden Wohngebäude in der Anne-Frank-Straße. Bei den hohen Nebenkosten will die Gesellschaft ihren Mieter entgegenkommen. Foto: Schäfer © Schäfer

Die Wohnungsgesellschaft GWH, die in Gießen 425 besitzt, gibt Mietern Sicherheit auch bei Verzug der Nebenkostenzahlungen.

Gießen. Angesichts drastisch gestiegener Kosten tragen viele Wohnungsmieter die Sorge mit sich, vom Verlust ihrer Mietwohnung bedroht zu sein. Nicht wenige von ihnen sind bereits jetzt in Zahlungsschwierigkeiten geraten und können ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Mit einem Mietversprechen schützt die gemeinnützige GWH Wohnungsgesellschaft ihre Mieter vor Wohnungskündigungen. Dies erklärte Philipp Rüffer, der GWH-Abteilungsleiter Immobilienmanagement Marburg/Fulda bei der Sitzung des Stadtteilrates der Nördlichen-Weststadt in der Mensa der Grundschule-West.

Sitzung des Stadtteilbeirats

Mit rund 50 000 verwalteten Wohnungen gehört die GWH-Gruppe zu den größten Wohnungsunternehmen in Hessen. In ganz Gießen sind es im Vergleich zur Wohnbau, die mehr als 7000 Wohnungen hat, dagegen lediglich bescheidene 425 an der Zahl.

Im erweiterten Umfeld der Weststadt befinden sich im Besitz der GWH Wohngebäude im Schwalbenacker (1-23), der Dietrich-Bonhoeffer-Straße (1-2), der Karl-Sack-Straße (9+11), der Pater-Delp-Straße (38-43) und der Anne-Frank-Straße (3+5). Für all diese Wohnungen gilt das Mietversprechen ihres Vermieters.

Rüffer teilte mit, dass die GWH ihren Mietern in Zeiten stark steigender Kosten für Strom, Gas und Wärme zur Seite stehen und dazu beitragen möchte, dass niemand wegen Schwierigkeiten bei der Zahlung der erhöhten Nebenkosten Gefahr läuft, die eigene Wohnung zu verlieren. »Die GWH sichert ihren Mietern daher zu, während der aktuellen Energiekrise keine Kündigungen des Mietverhältnisses wegen Verzuges mit Nebenkostenvorauszahlungen oder Nebenkostennachzahlungen auszusprechen.«

Dieser Kündigungsverzicht gelte ab sofort und betreffe sowohl die monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen als auch Nachforderungen aus der Nebenkostenabrechnung 2021 und der zukünftigen Nebenkostenabrechnung 2022. »Soweit unsere Mieter die erhöhten Nebenkosten derzeit nicht oder nicht vollständig bezahlen können, sind wir gern bereit, flankierend zum Kündigungsverzicht individuelle Vereinbarungen zu treffen, um ihnen die Erfüllung ihrer Zahlungspflichten zu erleichtern.«

Flankierende Maßnahmen

Für die Leistung von Nebenkostennachzahlungen aus den Abrechnungen kämen Ratenzahlungs- oder Stundungsvereinbarungen in Betracht. Bezüglich der monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen könnten abhängig vom konkreten Bedarf individuelle Anpassungen der monatlichen Vorauszahlungen vereinbart werden, um monatlich anwachsende Rückstände zu vermeiden.

»Wir hoffen, dass wir auf diese Weise unsere Mieter in dieser schwierigen Zeit unterstützen und ihnen die Sorge vor einem Wohnungsverlust aufgrund der Energiekostensteigerung nehmen können.« In Zeiten stark steigender Kosten für Wärme, Gas und Strom stehe die GWH-Wohnungsgesellschaft ihren Mietern zur Seite und erfülle auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ihren Anspruch, für Kunden ein verlässlicher und fairer Vermieter zu sein. Alle Mieter der GWH, die von Zahlungsschwierigkeiten betroffen seien, könnten, so Rüffer, unter wohnversprechen@gwh.de zu ihnen Kontakt aufnehmen.

Eine Vertreterin der Wohnbau erklärte im Anschluss, dass auch für die Mieter ihrer Gesellschaft ähnliche Lösungen gefunden würden, ohne auf diese im folgenden konkret einzugehen.

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