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Kultureller Stadtspaziergang

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Der kulturelle Stadtspaziergang führte die Teilnehmer zunächst ins Oberhessische Museum. Foto: Kulturforum © Kulturforum

Gießen (red). Das Kulturforum der Sozialdemokratie im Landkreis Gießen lud vor Kurzem zu seinem zweiten kulturellen Stadtspaziergang in Gießen ein. Dabei waren neben Mitgliedern des Vereins auch die Landtagsabgeordnete und SPD-Stadtverbandsvorsitzende Nina Heidt-Sommer und die Co-Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag Sabine Scheele-Brenne (beide auch Mitglieder im Kulturforum).

Die erste Station war das Oberhessische Museum im Alten Schloss, wo Museumsleiterin Dr. Katharina Weick-Joch die Beuscher durch das Haus führte und über die aktuellen Projekte berichtete. Viele Kapazitäten bänden momentan die Umbaumaßnahmen, die eigentlich bis 2024 abgeschlossen sein sollen. Heidt-Sommer habe aber Entwarnung geben können, berichtet der Verein, da eine Verlängerung der Mittel bis 2026 in Aussicht stünden. Obwohl das Museum einen großen Fachkräftemangel im Bereich Digitalisierung und Provenienzforschung zu beklagen habe, schreite es in beiden Themenbereichen stetig voran. So habe durch die Förderung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste die Verbindung zu Forschenden in Tansania und Kamerun aufgebaut werden können, um die Erforschung von Kolonialkunst voranzubringen. Gleichzeitig sollen Kunstwerke, die in Deutschland verbleiben dürfen, würdevoll aufbewahrt werden.

Im Anschluss ging es zur Vernissage der jungen Künstlerin Jennifer Eckert im Neuen Kunstverein Gießen. Der Verein hat seine Heimat im ehemaligen Kiosk am Alten Friedhof in Gießen und ist flächenmäßig der kleinste Kunstverein Deutschlands. Eckert hat ihre Arbeit speziell für diesen Ausstellungsort geschaffen. Sie nutzt die Räumlichkeiten für drei Werke, die noch bis zum 19. November zu sehen sind.

Der Schatzmeister Erhard Waschke lobte die Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Gießen. Zusammen mit den Beiträgen der Mitglieder erlaube es die Förderung der Stadt dem ehrenamtlichen Vorstand mit seinem Beirat jedes Jahr, ein hochwertiges Ausstellungsprogramm zeitgenössischer deutscher und internationaler Künstler zu präsentieren. Durch eine Aufstockung der Förderung könne der Neue Kunstverein in jüngerer Zeit auch eine Mitarbeiterin finanzieren, die den Vorstand im Tagesgeschäft entlaste und die Social-Media-Kanäle betreue.

Ein Folgetermin mit dem Neuen Kunstverein, dem Kulturforum und der Landtagsabgeordneten Heidt-Sommer ist in Planung, berichtet der Verein.

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