Kulturgewerbehof ab Januar 2024 in Gießen?

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GIESSEN - (olz). Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz spricht von einem ganz langen Prozess, für den allerdings schon viele Schritte gegangen seien. Die Rathauschefin meint damit die Entwicklung des geplanten Kulturgewerbehofes in der Steinstraße, der in das Gebäude der Berufsfeuerwehr ziehen soll. Die Trägerschaft übernimmt laut Plan die raumstation3539.

"Es ist vorgesehen, dem Träger das Gebäude pachtfrei zur Verfügung zu stellen", erklärt die Sozialdemokratin. Zu diesem Zweck muss die Stadt laut aktueller Magistratsvorlage eine sogenannte Roh-Sanierung vornehmen, sobald die Berufsfeuerwehr ins neue Gefahrenabwehrzentrum am Stolzenmorgen umgezogen ist.

Brandschutz

Am 1. Januar 2024 kann das Feuerwehrgebäude voraussichtlich als Kulturgewerbehof genutzt werden. So steht es in der Vorlage an die Stadtverordnetenversammlung, die der Magistrat jetzt auf den Weg gebracht hat. Aber: "Das Gebäude muss zuvor in einen Zustand versetzt werden, der eine Nutzung durch die Genossenschaft als Kulturgewerbehof erlaubt. Das betrifft im Wesentlichen Aspekte des Brandschutzes und der Barrierefreiheit. Diese rohe Sanierung muss zuvor vonseiten der Eigentümerin erfolgen, damit die Sanierungskosten nicht auf die Mieten umgelegt werden müssen und dem Ziel niedriger Mieten entgegenstehen. Die Machbarkeitsstudie weist einen Investitionsbedarf in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro brutto aus für eine Roh-Sanierung des Gebäudes", heißt es in der Vorlage. Sollten die Stadtverordneten zustimmen, dann wird der Magistrat mit der Planung dieser Sanierung bis zur Übergabe des Gebäudes beauftragt.

Freiwillige Feuerwehr

Zudem soll ein Nutzungsüberlassungsvertrag entstehen. Und es steht die "Abstimmung zwischen Feuerwehr und Nutzern des Kulturgewerbehofes im Hinblick auf die Zwischennutzung des Gebäudes beziehungsweise eines Teils des Gebäudes durch die Freiwillig Feuerwehr Gießen-Mitte" auf der Tagesordnung. Auf Nachfrage bestätigt Brandschutzdezernent Peter Neidel, dass die Freiwillige Feuerwehr auch künftig an der Stelle bleibe. Nach Abschluss aller Planungen samt Einstellung nötiger Haushaltsmittel soll der Magistrat gemäß Vorlage einen Projektbeschluss einbringen.

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