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Kunst entdecken und selbst gestalten

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Olaf Hajek: Black Antoinette. Repro: Hajek © Red

Bei der »Nacht der Galerien und Museen« ist am Freitag in Wetzlar ein großes Programm an Kunst und Kultur zu entdecken.

Wetzlar (red). Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wird es am Freitag, 20. Mai, von 18 bis 24 Uhr wieder eine »Nacht der Galerien und Museen« in Wetzlar geben. 16 Stationen laden zu Kunst, Musik und vereinzelt auch Erfrischungen ein.

Los geht es traditionell mit der Vernissage zur Jahresausstellung des Kunstvereins um 18 Uhr in der Stadtgalerie im Kulturhaus. Titel der Präsentation ist »Aufbruch«. Um 20 Uhr spielt das moderne Blasmusikorchester »City Winds« vor dem Kulturhaus. Dort stellt die Stadtbibliothek ihre Werther-Abteilung vor, die zehn Jahre existiert und 56 verschiedene Übersetzung des Briefromans »Die Leiden des jungen Werthers« von Goethe umfasst. In der Galerie des Kunstvereins sind Fotografien aus Weißrussland von Hans Hochheim und Holzschnitte von Karl-August Sarges zu sehen.

Auch alle Museen der Stadt sind geöffnet. Von 18 bis 22 Uhr erlebt man zu jeder vollen Stunde in den Museumshöfen von Palais Papius und Lottehof musikalische Spots von Martin Zörb (Tenorsaxofon) und Georg Wolf (Kontrabass).

Um 19 Uhr beginnt im Palais Papius eine Führung und um 20 Uhr zeigt der Künstler Globotom (Thomas Albertsen) im Lottehaus seinen im Rahmen des Digitalfilmfestivals »RaumZeit« 2021 im Lottehaus entstandenen Film »Lotte und Werther« und begleitet ihn digital-musikalisch mit dem Tablet.

Um 21 Uhr heißt es im Stadtmuseum »Licht auf den Gemälden - die Objekte bei Nacht«, eine kleine Nachtwanderung durch das Stadt- und Industriemuseum. Workshops bieten Kunstpädagogik-Studierende der Uni Gießen in den Museen an. »Blindporträts« sind um 18 und 20 Uhr Thema im Stadtmuseum. Dort lernt man Schritt für Schritt das Porträtzeichnen anhand von Bildnissen von Charlotte Buff und Goethe. Im Lottehof kann man um 18.30 und 19.30 Uhr Porzellantassen mit Werther- und Lotte-Bildnissen bemalen. An gleicher Stelle geht es außerdem um Briefkunst und Kalligrafie. Wie Intarsien gemacht werden, lernt man um 18.30 Uhr Palais Papius.

Mit im Boot ist die Galerie in der Raumwerkstatt (Altenberger Straße 84 a). Unter dem Titel »Stadt, Land, Fluss« zeigt sie Arbeiten von Bernd W. Kliche. Das Atelier K2 am Franzis bieten Einblick in die Welten der Malerinnen Petra Seeger und Franziska Erb-Bibo. Und im »Café Vinyl« zeigt Valentin Gerstberger große Bilder, die sich mit der Form des Quadrats auseinandersetzen.

In der Galerie am Dom ist Olaf Hajek zu Gast. Der Maler, Grafiker und Illustrator ist für seine farbexplosiven Malereierzählungen bekannt. Er hat zur Nacht der Galerien eine limitierte Farbradierung gestaltet. Zudem erscheint ein Bildband über ihn, mit einem Text von Michael Marks. Der Galerist wird Hajek im Gespräch vorstellen. Zusätzlich lädt Valder Wohnen zu einem Künstlergespräch mit Hajek ein (Samstag, 11 Uhr, im Geschäft). Gegenüber, in der Galerie »Artherb«, stellt der Bildhauer Hannes Helmke figürliche Bronzen aus.

Neu im Reigen ist das Ernst Leitz-Museum im Leitz-Park. Es zeigt Arbeiten des Fotografen Thomas Hoepker, der den deutschen Bildjournalismus seit den 60er-Jahren mitprägte. Und in der Leica Galerie kann man die Ausstellung »Seelenlandschaften. Mensch und Natur im Fokus« von Nomi Baumgartl entdecken.

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