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»La libertad« in lauer Nacht

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Die richtige Musik für einen lauen Sommerabend: Alvaro Soler und seine Band verzauberten Gießens Hausberg. Der deutsch-spanische Sänger erwies sich dabei als echter Sympathieträger. Fotos: Zielinski © Zielinski

Der deutsch-spanische Pop-Barde Alvaro Soler hat sein überwiegend weibliches Publikum auf dem Schiffenberg verzückt.

Gießen. (paz) »Was für eine Kulisse«, staunte Alvaro Soler. Der deutsch-spanische Popsänger begeisterte am Dienstagabend seine überwiegend weiblichen Fans auf dem Schiffenberg.

Bei seinem Auftritt erwies sich der sympathische Sänger als äußert publikumsnah. Er ließ sich nicht nur auf der Bühne sitzend mit seinen Anhängerinnen fotografieren, sondern scheute auch nicht den Weg durch das Publikum zu den Fans in den hinteren Reihen.

Für gute Stimmung hatte bereits vor dem Auftritt Solers ein »Special Guest« gesorgt. Den als Greg Taro angekündigten Sänger stellte Alvaro Tauchert-Soler (so sein bürgerlicher Name) später als seinen Bruder Gregory Tauchert-Soler vor, mit dem er bereits in einer Schülerband gespielt hatte, vor. Klarer Fall, dass die beiden mit dem gemeinsamen Lied »Differente« für Superstimmung sorgten.

Schon bevor der Künstler mit seiner internationalen Band die Bühne betrat, intonierten die Fans seinen Namen, viele von ihnen trugen weiße Hüte, die sie im Laufe des Abends mehrfach in die Höhe warfen. Die Freude, als er dann mit »Candela«, gefolgt von »Loca«, das Konzert eröffnete, war dementsprechend riesig.

Er sei bereits das zweite Mal in Gießen und kenne auch das Elefantenklo aus den Erzählungen des befreundeten und in der Universitätsstadt lebenden Songwriters Simon Triebel.

Triebel ist auch Mitautor des titelgebenden Songs seines dritten Albums »Magia«, das im Frühjahr vergangenen Jahres auf den Markt kam. Eine Aufforderung zum Mitsingen war nicht nötig, ein Großteil der Fans kannte den Text sowieso auswendig. Textsicher erwies sich das Publikum auch bei »Manila«, das Soler gemeinsam mit Ray Dalton aufgenommen hat.

»Wake up in Manila, drive to Belize, dive into the ocean and feel a little free. Skies of vanilla, smell it through the breeze. You could be the one, take a chance with me.« Welche Zeilen hätten besser zu so einem warmen Sommerabend im August gepasst?

Die Freiheit als Ohrwurm

Auch »La Libertad« erwies sich als richtiger Ohrwurm, bei dem alle kräftig mitsangen. Eine junge Gießenerin war sogar so mutig, auf einem Schild um einen gemeinsamen Song - »En tu piel« - mit Soler zu bitten. Ein Wunsch, dem der Künstler sehr gerne nachkam. Langanhaltender Applaus war der Lohn für das mutige Mädchen und den Sänger, der sie auf dem Klavier begleitete. »Das hätte ich mich früher nicht getraut«, erklärte er.

Ruhigere Töne schlug der in Barcelona geborene Sohn einer spanisch-belgischen Mutter und eines deutschen Vaters bei »Alma de Luz« und »Esperándote« an. »Musik verbindet« erklärte Soler, der im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie nach Tokio zog und die dortige deutsche Schule besuchte.

Mit seiner neuesten, gemeinsam mit Topic aufgenommenen Single »Solo para ti«, ist Soler wieder ein Mega-Sommerhit gelungen, der auf dem Schiffenberg frenetisch gefeiert wurde. Kein Halten gab es jedoch, als der Sänger mit »La Cintura« und »Sofia« seine größten Hits anstimmte. Auch die kleinsten Besucher - und von denen gab es reichlich - stimmten mit ein.

»Ich habe noch nie erlebt, dass die U-10-Jährigen eine eigene Arena vor der Bühne haben«, freute sich Alvaro Soler im Hinblick auf den Fanbereich für die Jüngsten. Mit »Hasta manana« verabschiedete sich der Sympathieträger von seinen Fans, die nur zurückgeben konnten: Was für ein Sänger!

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Auch der Musiker selbst war beeindruckt von der tollen Kulisse auf dem Schiffenberg. © Petra A. Zielinski

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