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Landwirtschaft der Zukunft

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Beispielhaftes Forschungsprojekt der JLU: Die Arbeitsgruppe von Professor Rod Snowdon untersucht die Reaktionen von Pflanzen auf Dürrestress. © JLU/Katrina Friese

Es geht um Trockenstresstoleranz von Weizen und Stickstoffnutzungseffizienz von Winterraps: Die JLU Gießen und das Julius-Kühn-Institut forschen für die Landwirtschaft der Zukunft.

Gießen (red). Die JLU Gießen und das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen bekräftigen ihre seit langem intensive Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung: In neun Forschungsprojekten arbeiten das Julius Kühn-Institut (JKI) und die Justus-Liebig-Universität (JLU) bereits zusammen. Dabei geht es etwa um die Steigerung der Nährstoffnutzungseffizienz von Winterraps, um Stickstoffbilanzen in der Landwirtschaft oder um die biologische Bekämpfung von giftigen Greiskräutern im Grünland. Mit der im April unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen dem JKI und der JLU, speziell dem Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement (FB09), soll diese Zusammenarbeit ausgebaut und intensiviert werden.

»Es freut mich außerordentlich, dass wir die Synergien mit meiner Alma Mater, an der ich studiert habe, promoviert wurde sowie habilitiert und gelehrt habe, künftig noch stärker nutzen werden. Wir blicken auf eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit vor allem in der Züchtungsforschung zurück und werden nun gemeinsam weitere Themenfelder erschließen. Das umfasst die Forschung ebenso wie die Lehre«, so der Präsident des JKI, Prof. Frank Ordon, in einer Pressemitteilung.

Bessere Vernetzung, mehr Schlagkraft

»Wir versprechen uns von der Kooperation nicht nur eine bessere Vernetzung mit der praxisnahen Forschung, sondern auch mehr Schlagkraft beim Beantragen von Drittmittel-Projekten und insbesondere von größeren Forschungsverbu¨nden«, ergänzt Prof. Joybrato Mukherjee, Präsident der JLU.

Besonders intensiv ist die Zusammenarbeit mit dem JKI-Fachinstitut für Resistenzforschung und Stresstoleranz, welches bis 2020 von Prof. Ordon geleitet wurde und dessen jetziger Leiter ebenfalls von Gießen nach Quedlinburg zum JKI wechselte. Hier wird beispielsweise an der Trockenstresstoleranz von Weizen sowie der Stickstoffnutzungseffizienz von Winterraps geforscht. Darüber hinaus wird gemeinsam geprüft, inwiefern nützliche Mikroorganismen die Resistenz von Weizen gegen Krankheiten steigern können. Künftig werden die Forscherinnen und Forscher unter anderem die Ackerbohne und Sorghum als Kulturpflanze, die besserer an zukünftige Klimabedingungen angepasst ist, ins Visier nehmen.

Ackerbohne und Sorghum

Gemeinsame Projekte gab und gibt es zudem bereits mit elf der 17 Fachinstitute des JKI.

Die Zusammenarbeit soll sich jedoch nicht auf die Forschung beschränken. Weitere Punkte der Kooperationsvereinbarung betonen die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen von Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten sowie den Wissenstransfer durch Lehraufträge an der JLU. Auch streben die Partner an, Professuren im FB09 der Universität Gießen und Arbeitsgruppenleitungen am JKI künftig verstärkt gemeinsam zu berufen.

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