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Lausbubengeschichte in Töne gesetzt

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Von: Klaus Frahm

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Der Kinder- und Jugendchor des Stadttheaters sang Wilhelm Buschs Lausbubengeschichte »Max und Moritz«. Foto: Frahm © Frahm

Das Philharmonische Orchester Gießen spielte die »musikalische Lausbubengeschichte« gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendchor sowie der Schauspielerin Anne-Elise Minetti.

Gießen . »Ach, was muss man oft von bösen - Kindern hören oder lesen…" Der Anfang dieses Kinderbuch ist, wie viele weitere Verse daraus, zum geflügelten Wort geworden. Max und Moritz, das bekannteste Kinderbuch der Welt, gereimt und gezeichnet von Wilhelm Busch, erschien 1865 und trat bald seinen Siegeszug um die Welt an.

Der 2021 verstorbene Komponist Gisbert Näther nahm sich des humorigen Werks an und schuf eine programmatische Musik dazu. Im Stadttheater Gießen war das opernhafte Werk, das gern als Ballettvorlage genommen wird, in einer konzertanten Aufführung zu erleben.

Das Philharmonische Orchester Gießen spielte die »musikalische Lausbubengeschichte« gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendchor sowie der Schauspielerin Anne-Elise Minetti. Die musikalische Leitung hatte Vladimir Yaskorski.

Im ausverkauften Haus am Berliner Platz erlebten 400 vorwiegend junge Besucher die musikalische Adaption. Die Gießener Philharmoniker spielten mit sichtlicher Freude und ließen ihre Instrumente als Witwe Boltes Hühner gackern, als Maikäfer krabbeln und mit »Rumms, da geht die Pfeife los« das ganze Theater explodieren.

Der Kinder- und Jugendchor des Stadttheaters sang die vertonten Passagen und Anne-Elise Minetti erzählte lebhaft und spannend die Verse, die Näther nicht mit Melodien versehen hat.

Alle bekannten Figuren vom Schneider Böck, zum Lehrer Lämpel wurden Opfer von Max und Moritz und selbst Dirigent Vladimir Yaskorski blieb nicht verschont. Die Zuschauer waren von der einstündigen Aufführung begeistert.

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