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Lebensleistung: Zehn Gramm Honig

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Gut geschützt durch die Imkermontur kamen Interessierte den Bienen ganz nahe. Foto: Jung © Jung

Gießen (kg). Die Anschaffungskosten, um Imker zu werden, bezeichneten Bastian Gräf und Alexander Armheiter als moderat: Mit 250 Euro schlägt ein Bienenstock zu Buche, der Schutzkittel mit etwa 65 Euro. Die beiden Imker gaben im Rahmen des Programms zu den Feierlichkeiten »60+2 Jahre Kleingartenverein Gartenfreunde Waldbrunnenweg« Interessierten einen Überblick über das Hobby der Imkerei.

Ein Jahr solle man bei einem erfahrenen Imker mitgehen, um sich anzuschauen, was bei der schönen, aber auch verantwortungsvollen Tätigkeit alles zu beachten ist, so ihre Empfehlung. Älter als 35 Tage wird eine Königin nicht, erfuhren die Besucher, und dass die Lebensleistung einer Biene bei fünf bis zehn Gramm Honig liege, das ist ein Teelöffel voll, sowie dass den Bienenvölkern Verluste durch die Varroamilbe drohen.

Die Imkerei erfreue sich gerade wieder großer Beliebtheit. Auch junge Leute und Hobby-Gärtner spielen mit dem Gedanken, selbst Imker zu werden. Und deshalb hatte der Kleingartenverein zu dem interessanten Vortrag eingeladen.

Peter Belz hat sich schon einmal mit der Imkerei versucht, sein Opa hatte Bienen und das weckte sein Interesse. Und so spielte er schon lange mit dem Gedanken, sich Bienenvölker anzuschaffen. Seine Ehefrau mag den »echten« Bienenhonig. Wenn Belz Rentner ist, will er richtig loslegen. Dazu der Tipp von den Experten: Wer sich der Imkerei verschreiben will, sei in einem Imkerverein gut aufgehoben, da gebe es viele wertvolle Informationen für Anfänger.

Den Bienen nahe kamen die Gäste im benachbarten Kleingartenverein, sie schützten sich mit Kitteln vor den Honigproduzenten, während der Experte die Handgriffe an den Bienenstöcken erläuterte. Zum Rahmenprogramm der Jubiläumsfeier zählte auch ein Vortrag »Einblicke in den Boden«. Der Bodenkundler Prof. Dr. Jan Siemens gab dabei einen Einblick in die Bodenanalyse und die Gäste konnten den pH-Wert der mitgebrachten Bodenprobe bestimmen.

Die Hüttenberger Kräuterfrau Barbara Skarupe verriet bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Gartenanlage Tipps und Tricks. Beim Imbiss genossen die Gäste selbst gemachte Kräuterlimo, Bauernbrot und Wildkräuterquark, die Rezepte gab es zum Mitnehmen. Welche Vögel in der Kleingartenanlage unterwegs sind, zwitschern und flattern, erfuhren die Interessierten bei der Vogelbeobachtung und -bestimmung mit dem Nabu.

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