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Lesung zu Verschickung von Kindern

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Marburg (red). »Verschickungskind: Aufarbeitung eines Unrechts« lautet der Titel eines Programms am Dienstag, 14. Juni, um 19.30 Uhr in der Waggonhalle Marburg. Es ist eine Mischung aus Vorstellung der Selbsthilfegruppe sowie Autorenlesung. Der Eintritt ist frei. In der Nachkriegszeit, bis in die 1990er Jahre, kam es häufig vor, dass Kinder, obwohl sie oft nicht krank waren, zur »Kur« in ein Kinderheim »verschickt« wurden, in der Regel für sechs Wochen.

Traumatische Erlebnisse waren häufig die Folge. Mittlerweile ist das Thema der »Verschickungskinder« einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Selbsthilfegruppen und Vereine sind entstanden, mit dem Ziel, Erlittenes aufzuarbeiten und Hintergründe zu recherchieren. Die SH-Gruppe Marburg (bisher die einzige in Hessen) stellt sich an diesem Abend vor. Zudem erzählt Willi Schmidt in seinem 2021 erschienenen Buch in literarischer Form, auf Grundlage seiner persönlichen Erfahrungen, die Geschichte eines »Verschickungsjungen«, der aus seiner behüteten, bäuerlichen Welt eines oberhessischen Dorfes gerissen wird.

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