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Liebig-Gedenkmünze für Prof. Bernd Hoffmann

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Glückwunsch: JLU-Präsident Joybrato Mukherjee würdigt das facettenreiche Wirken von Bernd Hoffmann. Foto: JLU/Friese © JLU/Friese

Gießen (red). Sein Name steht für fachliche Expertise ebenso wie für hochschulpolitisches Engagement und internationale Verständigung: Der renommierte Veterinärmediziner Prof. Bernd Hoffmann ist während der Senatssitzung der Justus-Liebig-Universität (JLU) mit der Liebig-Gedenkmünze ausgezeichnet worden. Es ist zugleich das erste Mal, dass die JLU diese besondere Auszeichnung verleiht, teilt die Hochschule in einer Presseerklärung mit.

JLU-Präsident Joybrato Mukherjee überreichte Hoffmann die Gedenkmünze und bedankte sich für sein facettenreiches Wirken: »Sie haben mit Ihrem jahrzehntelangen Einsatz den Erfolg der JLU immer wieder vorangebracht - als Mitglied des Präsidiums sowie als engagierter Vertreter in zahlreichen Gremien. Zugleich haben Sie Herausragendes für den Fachbereich Veterinärmedizin geleistet, sowohl als Dekan als auch als Forscher. Wie eng Sie der JLU verbunden sind, haben Sie zudem als Förderer und langjähriger Vorstandsvorsitzender der Gießener Hochschulgesellschaft gezeigt.«

Bernd Hoffmann (Jahrgang 1940) studierte in München und Wien. Es folgten unter anderem Stationen an der Technischen Universität München (Wissenschaftszentrum Weihenstephan), an der »Colorado State University« (USA), an der »University of Illinois« (USA) und in Berlin. An die JLU kam der Experte für Reproduktionsmedizin 1984 als Professor für Physiologie und Pathologie der Fortpflanzung. Dort war er Geschäftsführender Direktor der Gießener Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere. Außerdem war der Veterinärmediziner mehrfach Dekan im Fachbereich 10 und von 1997 bis 1999 Vizepräsident der JLU. Er gehörte zahlreichen universitären Gremien an. Der Universität war er darüber hinaus durch seine langjährige Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Gießener Hochschulgesellschaft besonders verbunden, deren Ehrenvorsitzender er seit 2007 ist. Seine aktive Universitätslaufbahn beendete Hoffmann im Jahr 2007.

Für seine wissenschaftlichen Verdienste ist Hoffmann vielfach ausgezeichnet worden: Im Mai 2018 erhielt er die Ehrendoktorwürde der »University of Life Sciences« in Lublin (Polen), die damit seine Verdienste um die Entwicklung von Methoden zur Steroidhormonanalytik, seine Forschung auf dem Gebiet der Reproduktionsbiologie großer und kleiner Haustiere sowie deren Umsetzung in die angewandte Therapie und Biotechnologie würdigte. Herausgehoben wurden in diesem Zusammenhang auch seine enge Zusammenarbeit mit polnischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Seine erste Ehrendoktorwürde hatte Bernd Hoffmann 2001 ebenfalls in Polen erhalten, von der Ermländisch-Masurischen Universität in Olsztyn. Im Jahr 2014 bekam er die Medaille der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Für sein Lebenswerk wurde Hoffmann 2010 mit dem Martin-Lerche-Forschungspreis ausgezeichnet.

Die Liebig-Gedenkmünze kann auf Beschluss des Senats der JLU an Persönlichkeiten vergeben werden, »die den Erfolg der Universität oder einzelner Fachgebiete in besonderem Maße gefördert haben.«

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