1. Startseite
  2. Stadt Gießen

Liebigs Briefe der Nachwelt erhalten

Erstellt:

giloka_1602_rotarySpende_4c
Kamen zur Spendenübergabe ins Liebig-Museum: Prof. Gerd Hamscher, Prof. Eduard Alter, Christian Rinn und Prof. Holger Zorn (v.l.). © Hendrischke

Der Rotary Club Gießen-Altes Schloss unterstützt die Liebig-Gesellschaft mit 3000 Euro. Die Spende soll für die Digitalisierung handschriftlicher Originale des großen Chemikers verwendet werden.

Gießen (red). Das Liebig-Museum in der historischen Wirkungsstätte des großen Chemikers ist ein Wahrzeichen der Stadt Gießen, ein Publikumsmagnet für Besucher aus aller Welt und nicht zuletzt ist Justus Liebig Namensgeber der Universität Gießen.

Die Justus Liebig-Gesellschaft zu Gießen bewahrt seit vielen Jahren das Andenken Liebigs und führt das Museum mit großem Engagement. Dieses beherbergt heute einen wertvollen Bestand originaler Arbeits- und Laboratoriumsgegenstände und gibt einen Einblick in die Kinderstube der modernen Chemie und das Leben des großen Chemikers Liebig. Als Highlight für die Besucher gelten die Experimentalvorlesungen, die das historische Laboratorium zum Leben erwecken und den Geist Liebigs spüren lassen. Aktuell wird die Ernennung zum Unesco-Weltkulturerbe für das Liebig-Laboratorium angestrebt.

Im Zusammenhang mit dem 100-jährigen Bestehen des Museums 2020 wurden über 15 000 zeitgenössische Dokumente aus dem Archiv des Hauses gesichtet, darunter auch über 2000 originale, handschriftlich verfasste Briefe von Liebig. »Dies ist die weltweit größte Sammlung persönlicher Briefe des Chemikers. Sie gilt in wissenschaftlichen Kreisen als Sensation«, freuen sich Prof. Eduard Alter und Prof. Gerd Hamscher von der Justus Liebig-Gesellschaft zu Gießen. Zur sicheren Archivierung der wertvollen Schriften sollen diese aufwendig digitalisiert und schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Rotary Club Gießen-Altes Schloss unterstützt das Liebig-Museum bereits seit vielen Jahren. In diesem Jahr konnte für die Digitalisierung der Liebig’schen Briefesammlung eine Spende von 3000 Euro überreicht werden. Maßgeblich hat die Einzelspende von Manuela Zorn zur Höhe der Summe beigetragen, die zu ihrem 50. Geburtstag anstelle von Geschenken die Gäste um Spenden an den Rotary Hilfsfonds gebeten hatte. Der Rotary Hilfsfonds unterstützt lokale Initiativen sowie soziale, kulturelle und nachhaltige Projekte. »Das Liebig-Museum ist regionaler Ankerpunkt und zugleich Teil der Identität unserer Stadt. Es ist uns ein besonderes Anliegen, das Engagement der Justus Liebig-Gesellschaft zu unterstützen und zum Fortbestand auch in den einnahmeschwachen Zeiten der Pandemie beizutragen«, begründet der Präsident des Rotary Clubs Gießen-Altes Schloss, Christian Rinn, die Zuwendung.

Auch interessant