Livemusik im Garten der Kongresshalle

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GIESSEN - (bj). Als GiessenStreamTeam haben der Bassist Peter Herrmann und die Harfenistin Cordula Poos in den vergangenen Monaten der brachliegenden lokalen Musikszene eine Stimme gegeben. In insgesamt 40 Youtube-Folgen stellte das Duo Künstlerkollegen aus der Region vor, denen die Auftrittsmöglichkeiten abhanden-gekommen waren. Es gab online gestreamte Talkrunden und kleine Konzerte, um die kulturelle Corona-Tristesse zu überbrücken.

Nun sorgt das umtriebige Duo dafür, dass auch die Livemusik wieder eine Bühne findet: Mit der neuen Reihe "Songs im Garten". Ab kommender Woche finden im Innenhof der Kongresshalle jeden Donnerstag von 19.30 bis 20.45 Uhr kleine Konzerte mit Musikern aus der Region statt - jeweils zwei Formationen sind dann zu hören.

Bei der Arbeit als Giessenstreamteam "sind nicht nur tolle Synergien entstanden, sondern auch Spenden zusammengekommen, die wir an die besonders betroffenen Künstler aus der Region verteilen wollten", berichtet Peter Herrmann, der ein Tonstudio auf dem Kirchberg in Lollar betreibt. "Zunächst hatten wir ein Festival auf dem Schiffenberg geplant. Das mussten wir aber leider Corona-bedingt absagen." Mit dieser neuen Reihe soll das Vorhaben nun nachgeholt werden.

Auf der Suche nach einem geeigneten Ort kam Herrmann und Poos die Idee die Stadthallen GmbH wegen des japanischen Gartens im Innenhof der Kongresshalle zu fragen. "Geschäftsführer Sadullah Güleç hatte uns im Rahmen unseres Drehs in der "Gut Stubb" der Gießener seine Unterstützung für die regionale Musikszene angeboten", erzählt Herrmann.

Der "Garten" sei der ideale Ort für das Konzertvorhaben: zentral, mitten in der Stadt und doch in sich geschlossen mit einer hervorragenden Akustik. Ein lauschiger, liebevoll gestalteter Platz, an den sich viele Bürger vielleicht nur aus dem Augenwinkel erinnern können öffnet sich nun, freut sich der in zahlreichen Formationen den Bass zupfende Musiker.

Die künstlerische Ausrichtung des Programms richte sich in der Reihe nach den örtlichen Begebenheiten aus. Der Hof sei besonders für kleine Ensembles und Solokünstler geeignet, die mit minimaler Verstärkung auskommen können. Stilistisch reicht das Programm von Folk über akustischen Rock, Pop und Jazz über das gesprochene Wort bis hin zur Klassik. "Bei der Auswahl der Künstler war uns auch wichtig, dass vor allem eigenes künstlerisches Material dargeboten wird", betont Herrmann.

Die Premiere der Reihe "Songs im Garten" bestreiten am kommenden Donnerstag, 17. Juni, das Duo Stefan Schneider und Elisa Friedrich sowie der Singer/Songwriter Sven Görtz. Tickets kosten pro Abend 7 Euro. Die Zuschauerzahl ist zunächst begrenzt auf 100 Personen. Der Eingang zum Innenhof befindet sich in der Löberstraße. Anmelden können sich die Besucher über die Internetseite www.giessenstreamteam.de.

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