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Märchenhafter Rundgang mit Schwätzer und Schlammbeiser

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Ach wie gut, dass jeder weiß, dass das garstige Männlein Rumpelstilzchen heißt. Foto: Rudolph © Rudolph

Gießen (red). Zu einem märchenhaften Spaziergang durch die Gießener Innenstadt nahm das Tinko-Kindertheater kleine aber auch große Besucher mit. Ziel der kleinen Wanderung war es auch, die eigene Heimatstadt besser kennenzulernen.

Start war bei den drei Schwätzern in der Plockstraße. Als vierter und im Gegensatz zu seinen Metallkameraden sehr gesprächiger Schwätzer« begrüßte Jochen Rudolph im traditionellen Hessenkittel Kinder und Eltern. Nach einem von ihm vertonten Gedicht von Karl Brodhäcker über die drei berühmten Bronze-Figuren übergab er an den nicht minder berühmten »Schlammbeiser« Peter Meilinger. Der führte die Gruppe, nach einem kurzen Vortrag gespickt mit wissenswerten Geschichtsdaten zum Kirchenplatz und bis auf den Stadtkirchenturm, so dass Eltern und Kinder die seltene Gelegenheit hatten, die Stadt einmal von oben zu bestaunen.

Danach übernahm Rudolph die Gruppe und führte sie in den Innenhof des Oberhessischen Museums. Hier teilten sich die Besucher. Unten im Hof wurde das Rumpelstilzchen aufgeführt, während gleichzeitig im Heidenturm ein kleines Theaterstück mit Rapunzel und einer Wahrsagerin aufgeführt wurde. Danach wurden die beiden Gruppen getauscht, sodass keiner das märchenhafte Angebot am Heidenturm verpasste. Weiter ging es dann zum Botanischen Garten. Hier wurden Märchenfragen mit Musik gestellt und von den hervorragend informierten Kindern allesamt beantwortet. Am dortigen See wartete schon der böse Wolf auf den Kochlehrling, dieser konnte sich aber durch ein geschicktes Sprachmanöver retten.

Das Aschenputtelmärchen wurde am Pavillon des Gewächshauses aufgeführt. Unter großer Mithilfe der Kinder wurden hier die guten Bohnen von den schlechten getrennt und Aschenputtel konnte doch noch am Prinzenball teilnehmen. Hier endete auch unter dem Beifall aller nach zweieinhalb Stunden der Spaziergang. Handzettel mit dem aktuellen Spielplan des Tinko-Kindertheaters fanden viel Anklang und die rund 40 Teilnehmer plädierten freudig für eine Fortsetzung dieser tollen Idee.

Die kleinen Teilnehmer wurden an den jeweiligen Stationen immer aktiv beteiligt, sodass zu keiner Zeit Langeweile aufkam. Das Tinko-Kindertheater hatte mit diesem Konzept bereits den Kulturfonds Gießen-Wetzlar überzeugt.

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