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Märchenwelten in Altenhilfezentrum

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Einrichtungsleiterin Christa Hofmann-Bremer (li.) mit der Künstlerin Vera Bennung Corominas. Foto: Wißner © Wißner

Gießen (twi). Buntstiftillustrationen zu den Märchen »Däumelinchen« und »Der Frieder und das Katherlieschen« schmücken seit Kurzem die Wände des Foyers im Altenhilfezentrum Johannesstift.

Außenwelt und Innenwelt

Die Arbeiten stammen von der Gießener Illustratorin und Malerin Vera Bennung Corominas. »Märchen können ein Pfad in das Langzeitgedächtnis sein«, betonte Einrichtungsleiterin Christa Hofmann-Bremer bei der Vernissage zur Ausstellung. Sie stellte die 1946 in Lenzen an der Elbe geborene und in Hamburg aufgewachsene Künstlerin vor, die in der Hansestadt auch die Kunstschule Alsterdamm besuchte.

Nach 20-jähriger Artdirektion in einer Werbeagentur fand sie den Weg zur Malerei und Illustration und empfand dies als künstlerische Befreiung. Seit diesem Jahr ist sie Mitglied des Kunst- und Kulturkreis (KuKuK) Wettenberg mit wechselnden Ausstellungen.

In ihrer künstlerischen Praxis verfolgt Bennung Corominas drei Richtungen: Zum einen sind es Märchenillustrationen mit Aquarellstiften, die Außenweltbilder, die Dinge und Lebewesen mal mehr, mal weniger abstrakt darstellen, und die Innenweltbilder, in die das Licht der Außenwelt durch eine Art Tiffany-Verglasung scheint. Eine in sich abgeschlossene Welt, in der Traumhaftes und Assoziatives dargestellt ist. Musikalisch umrahmten Inta Serebro (Klavier), Rainer Sykora (Geige) und Dorothea Trautwein (Cello) die Vernissage, in der Hofmann-Bremer auf die Bedeutung von Märchen in der Seniorenarbeit einging.

Bilder entstehen im Kopf

»Wir können sagen, Märchen regen die Fantasie an und lassen Bilder im Kopf entstehen. Das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Senioren. Tatsächlich rufen sie vergessene Erinnerungen wieder hervor und aktivieren das Langzeitgedächtnis.«

Im Anschluss konnten die Senioren mit den Mitarbeiterinnen und Betreuungsassistentinnen die Ausstellung erkunden.

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