»Magisches Jahresgespräch«

Gießen (red). »It’s magic - Zaubern in Schule und Unterricht« lautete das Thema beim diesjährigen Jahresgespräch von »Schulewirtschaft Mittelhessen«. Aber was hat Zaubern mit Schule zu tun? Die Antwort auf diese Frage konnten die Referentinnen Michaela Spillner und Yvonne Spyt vom Museum »wortreich« in Bad Hersfeld den 50 Teilnehmern geben.

Seit Anbeginn der Geschichte sind die Menschen von Zauberei und Magie fasziniert. Wie vielfältig und kreativ das Medium Zauberkunst tatsächlich ist, wurde bei der Fortbildung erkennbar: Ob als Motivation, als Abwechslung und Auflockerung des (Schul-)Alltags, als Förderung von unentdeckten Fertigkeiten sowie der sprachlich-kommunikativen Fähigkeiten, zum Beispiel bei einer Präsentation oder Aufführung, wird für einen Augenblick das Unmögliche möglich gemacht. Die Vorführung regt an, Fragen zu stellen und nach Erklärungen zu suchen. Die Lösungsprozesse werden dabei spielerisch in Gang gesetzt. Die vorgeführten Phänomene können in vielen Unterrichtsfächern aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden. Der Aufwand der Vorbereitung ist gering, denn die für die vorgeführten Zaubertricks benötigten Requisiten sind in Schulen bereits vorhanden oder für wenig Geld anzuschaffen.

Das Unmögliche möglich machen

»Wir möchten für einen kleinen Augenblick das Unmögliche möglich machen, eine kleine Pause im Alltag bieten«, so Yvonne Spyt. »Wir sind immer wieder fasziniert, wie Zauberei das Interesse aller Altersgruppen, aber besonders eben auch der jüngeren Generationen, weckt und was sie alles bewirken kann.« Michaela Spillner ergänzt: »Kinder mit sprachlichen Barrieren präsentieren plötzlich ohne Stichpunkte oder Hilfszettel einen Zaubertrick, das ist jedes Mal aufs Neue sehr beeindruckend.«

Sascha Ruhweza, Sprecher »Schulewirtschaft Mittelhessen«, zeigt sich mit der Veranstaltung sehr zufrieden: »Das außergewöhnliche Thema Zaubern in der Schule haben wir bewusst ausgewählt, weil Zaubern dafür bekannt ist, Begeisterung zu wecken, zu faszinieren, Kreativität und Kommunikation zu fördern und einfach Spaß bereitet. Dies sind Aspekte, die wir bei »Schulewirtschaft« nach den langen Einschränkungen wieder zum Leben erwecken wollen. Wir freuen uns darüber, dass unseren Referentinnen dies in herausragender Weise gelungen ist.« Auch Referentin Alexandra Heege ist überzeugt: »Das letzte Jahr hat vieles verändert. Pandemie-bedingt sind auch wir neue Wege gegangen und haben zahlreiche Veranstaltungen digital durchführen müssen. Aber: die Vorstellung von Frau Spillner und Frau Spyt hat uns eindeutig gezeigt, dass neue und ungewöhnliche Wege ebenso zum Ziel führen und sogar neue Türen öffnen können. Die teilnehmenden Lehrkräfte konnten sicherlich viele Impulse mitnehmen.«

Kein klassisches Museum

Das »wortreich« ist kein klassisches Museum. Hier soll man anfassen, ausprobieren, mitmachen. Mit welchem Ohr hören wir zu? Wie funktioniert Kommunikation und warum ist sie manchmal so schwierig? Auf 1200 Quadratmetern an über 90 Mitmach-Stationen können Besucher der interaktiven Erlebnisausstellung in Bad Hersfeld diese Fragen für sich beantworten.

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