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Mangelernährung in Afrika bekämpfen

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Die JLU koordiniert ein Forschungsnetzwerk mit acht europäischen und zwölf afrikanischen Partnern. An die Hochschule in Gießen fließen dafür 1,5 Millionen Euro.

Gießen (red). Auf dem afrikanischen Kontinent ist Mangelernährung nach wie vor sehr weit verbreitet. Problematisch ist nicht nur eine dramatische Nahrungsmittelknappheit, sondern auch verdeckter Mikronährstoffmangel aufgrund einer einseitigen Ernährungsweise - gerade bei benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen. Prof. Michael Frei vom Institut für Pflanzenbau und Ertragsphysiologie koordiniert ab Anfang des kommenden Jahres das von der Europäischen Union geförderte Verbundprojekt HealthyDiets4Africa, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Mangelernährung zu bekämpfen. Dafür sollen im Laufe des Forschungsprojekts die Ernährungssysteme in acht afrikanischen Ländern verändert und erweitert werden.

1,5 Millionen Euro für die JLU

Unter der Federführung der Justus-Liebig-Universität (JLU) vereint das Projekt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Ernährungs- und Agrarwissenschaft sowie politische und wirtschaftliche Interessengruppen und Organisationen aus Europa und Afrika.

Das interdisziplinär zusammen gesetzte Konsortium nimmt ganze Ernährungssysteme von der Produktion über die Verarbeitung bis zur Vermarktung und dem Konsum in West-, Mittel- und Ostafrika ins Visier. Die Projektverantwortlichen wollen Defizite in der Ernährung besonders benachteiligter Gruppen aufzeigen und die Ernährungssysteme gezielt verbessern.

Die EU fördert HealthyDiets4Africa im Rahmen des Horizon Europe Programmes für eine Laufzeit von sechs Jahren mit insgesamt 11 Millionen Euro für acht europäische und zwölf afrikanische Partner. Davon entfallen rund 1,15 Millionen Euro auf die JLU. Neben Prof. Michael Frei, der das Projekt koordiniert und schwerpunktmäßig an der Diversifizierung von pflanzenbaulichen Produktionssystemen forscht, ist auch Prof. Ramona Teuber vom Institut für Agrarpolitik und Marktforschung beteiligt. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Bewertung der Konsumentenakzeptanz von neuartigen Lebensmitteln im Rahmen einer diversifizierten Diät. Hauptpartner auf afrikanischer Seite ist das Forschungszentrum AfricaRice in der Elfenbeinküste.

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