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Mehr als nur Spielzeug

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Lego-Robotik: Eine Schülerin des LLG erklärt die Bedeutung des Schwenkarms des Roboters. © Leyendecker

Die »Lucky Lego Group«, eine Schülergruppe des LLG Gießen, hat an der ersten Lego League Challenge teilgenommen und bewiesen, dass Mathematik durchaus Spaß machen kann.

Gießen. Legobausteine sind nur Spielzeug? Weit gefehlt! »Das Mathematikum, es ist ein lebendiges Haus. Ich freue mich über das Thema Robotik. Wir machen hier selbst keine Robotik, aber das heißt nicht, dass wir das Thema nicht mögen. Das ist Mathematik gepaart mit Teamwork und guten Ideen«, machte der Direktor des Mathematikums Gießen, Prof. Albrecht Beutelspacher, in seiner Ansprache anlässlich der Premiere der First Lego League Challenge in Mittelhessen deutlich.

Der Schirmherr freute sich über die Teilnahme der Gruppe Schüler vom Landgraf-Ludwig-Gymnasium, der »Lucky Lego Group«. »Es zeigt, dass es neben dem Lernen auch Spaß machen kann, sich im gemeinsamen Ziel im MINT-Bereich zu engagieren. Es ist immer wieder ein spannender Moment, wenn man am Ziel ist und sich dann die Frage stellt: Klappt die Idee oder gibt es Fehler?« Aus Fehlern lerne der Mensch wunderbar, unterstrich Beutelspacher. MINT-Fächer ist eine zusammenfassende Bezeichnung von Unterrichts- und Studienfächern beziehungsweise Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Landtagsabgeordnete Nina Heidt-Sommer freute sich über die Kick-off Veranstaltung: »Die First Lego League Challenge bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die MINT-Fächer spielerisch zu erleben und zu erlernen. Zum Erwerb von Know-how in den MINT-Fächern werden durch die gemeinsame Projektarbeit im Team soziale Kompetenzen gestärkt und selbstständiges Arbeiten gefördert«, sagte sie bei ihrem Besuch. Es gehe um Effizienz, Geschicklichkeit, technisches und naturwissenschaftliches Denken, Teamgeist und Spaß am Spiel. »Für mich eine absolut faszinierende Veranstaltung, von der ich mir wünsche, dass sich noch viele Schulen beteiligen und die ich mit Spannung weiter verfolgen werde«, so die Sozialdemokratin.

Roger Schmidt, der Organisator und Direktor für Sonderprojekte vom Deutsch-Amerikanischen Klub »Die Brücke Gießen-Wetzlar«, betonte das große Potenzial von Wettbewerben und dem Thema MINT in Deutschland. »Lego ist vom reinen Spielzeug zum technischen Hilfsmittel geworden. Lego und auch die Robotik fasziniert Menschen in Kunst und Kultur. Wir haben ähnliche Projekte an einer Wiesbadener US-Highschool kennengelernt und waren direkt begeistert. Das war unsere Initialzündung«, betonte Schmidt.

Die First Lego League Challenge ins Klassenzimmer zu bringen, das war Landeskoordinator Daniel Kiok bereits früh ein Anliegen. Der Lehrer für Mathematik und Physik im südhessischen Dreieich sieht im Einsatzgebiet der Robotik viel Potenzial. »Robotik ist ein Feld für die Zukunft. Ich betreibe mit meinen Schulklassen auch Projekte zu dem Thema. Der Einstieg ist nicht unbedingt leicht, der Weg zum Erfolg kann steinig sein«, wusste der Lehrer zu berichten.

Für das Landgraf-Ludwig-Gymnasium (LLG) ist der Wettbewerb eine ideale Vorbereitung und Lernmöglichkeit für interessierte Schüler in den MINT-Fächern. »Schüler für das Projekt zu begeistern ist gar kein Problem«, unterstrich Lehrer und Mentor Martin Fritsch. So kam es, dass Schüler des LLG ihre Ausarbeitung vor dem Auditorium vorstellten und zeigten, dass ihre Lego-Robotik zumindest in der Theorie das Paketwesen revolutionieren könnte. Dafür aber sei die Zeit noch nicht reif, wussten, die Nachwuchsforscher der »Lucky Lego Group« zu berichten. Mit selbstgedrehten Videos zeigten die Schüler ihre Versuche, ihre Gedanken und ihre Rückschläge, aber auch Erfolge während des Projekts.

Die First Lego League Challenge richtet sich an Schüler im Alter von 9 bis 17 Jahren. Beim sogenannten »Robot-Game« hat ein Roboter auf einem speziell entworfenen Spielfeld zweieinhalb Minuten Zeit, um so viele Aufgaben wie möglich zu lösen. Die Teams benötigen einen exakt programmierten und konstruierten Roboter sowie ein strategisches Konzept, um Punkte zu erzielen.

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