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Mehr Beleuchtung gewünscht

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Ein schöner Anblick tagsüber, aber nachts zu dunkel im Durchgang: Die Wiesecker Poart. Foto: Jung © Jung

Gießen (kg). Zu Beginn der Wiesecker Ortsbeiratssitzung war das Gremium zunächst nicht beschlussfähig, denn von den neun Mitgliedern fanden sich nur vier ein. Bis auf einen Kommunalpolitiker hatten sich alle entschuldigt. Just in dem Moment, als Ortsvorsteher Michael Oswald mit Blick auf die Uhr die Sitzung wegen Beschlussunfähigkeit beenden wollte, betrat er den kleinen Saal.

100 Seiten Vorlage

Ohne Magistratsmitglied und ohne Vertreter aus der Verwaltung begannen die Beratungen der spärlichen Tagesordnung. Dabei wäre eine Anwesenheit zweckmäßig gewesen, denn der Ortsbeirat hatte über die Aufstellung des Bebauungsplans »Rinn’sche Grube« zu beraten. Die Vorlage umfasst annähernd 100 Seiten. Das veranlasste Bernhard Oswald zur Bemerkung: »Schade, dass ein Portfolio vorgelegt wird und kein Vertreter der Stadt zur Erläuterung anwesend ist!« Die wenigen Anmerkungen wie zur Unterbringung des ruhenden Verkehrs größtenteils in Tiefgaragen und die Unterbringung der Fahrräder nahe der am Hauseingang gelegenen Fahrradabstellplatzanlagen wurden zu Protokoll genommen. Bei einer Enthaltung der FDP wurde die Vorlage beschlossen.

Der Magistrat soll dafür Sorge tragen, dass in diversen Tempo-30-Zonen das Tempolimit von 30 km/h eingehalten wird. Der Ortsbeirat zählt dazu den oberen Lichtenauer Weg, Grabenstraße, Kiesweg, Greizer Straße und Treiser Weg zwischen Greizer Straße und Einmündung Chamissoweg. Der vom Ortsbeirat vorgeschlagene Einsatz von Geschwindigkeitsanzeigen sei jüngst aufgrund fehlnder Haushaltsmittel gescheitert, sagte Antragsteller Karl Heinz Erb. Aus diesem Grund bevorzugen die Wiesecker den Einsatz der »grauen Kästen« im Rahmen der Verkehrsdatenerfassung und gehen davon aus, dass sie vorhanden sind.

Eine »historisch anmutende, dem Erscheinungsbild der »Poart« entsprechende Lampe soll den Fußweg unterhalb des Wiesecker Wahrzeichens beleuchten. Das Gremium schloss sich dem Wunsch der CDU an, die meint, im Hinblick auf das 1250-jährige Bestehen Wiesecks wäre die Beleuchtung »eine den Anblick aufwertende und die Sicherheit bei Dunkelheit steigernde Maßnahme«. Alle Anträge wurden einstimmig beschlossen, so auch der barrierefreie Zugang zur WC-Anlage auf dem Friedhof. Weil die Verkehrssituation in Wieseck nach wie vor nicht unproblematisch sei, verlangen die Bürgervertreter eine Verkehrsschau.

2025 wird Wieseck 1250 Jahre alt und Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher signalisiert auf eine Anfrage vom Ortsbeirat Unterstützung. Um für die Festlichkeiten einen Ansatz in die Haushalte 2024/25 einplanen zu können, muss der Magistrat bis zum Beginn der Haushaltsberatungen im Sommer 2023 eine Aufstellung der geplanten Vorhaben und Kosten haben, ergeht Bechers Empfehlung an die Wiesecker Politiker. Zudem sollten sie sich bei den Ortsbeiräten in Kleinlinden und Allendorf, wo derzeit die 1250. Ersterwähnung geplant wird, zu den Abläufen erkundigen.

2023 wird der Fahrstuhl an der Weißen Schule eingebaut, teilt die Stadt mit.

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