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Mehr Sicherheit vor »Kinderland«

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In der Rheinfelser Straße sollen ein Halteverbot oder auch andere Maßnahmen zur Entschärfung der Verkehrssituation geprüft werden. © Jung

Der Ortsbeirat Lützellinden beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung vorrangig mit Fragen zu Verkehrsreglungen. Moniert wurde, dass auf viele Anfragen von der Stadt noch keine Antwort vorliegt.

Gießen. Im vergangenen Herbst unternahm der Ortsbeirat einen ersten Vorstoß und verlangte von der Stadt zu prüfen, wie die aktuelle Verkehrssituation in der Rheinfelser Straße (L3054) im Bereich zwischen Friedhof und Kirchweg verbessert werden könne. Zwischenzeitig ist nichts passiert, so dass Uwe Schmidt, Bürger für Lützellinden (BfL) jetzt erneut einen Antrag vorlegte, der den Bereich jetzt bis zur S-Kurve erweiterte.

Schmidt reklamierte, dass auch zur Verkehrsregelung vor den beiden Kindertagesstätten in Lützellinden noch keine Antwort vorliege. Der Ortsbeirat war sich einig, in der vielbefahrenen Rheinfelser Straße müsse ein eingeschränktes Halteverbot angeordnet werden, eventuell könnten auch Parkbuchten, dazu beitragen, die dort entstehenden »gefährlichen Begegnungen« zu entschärfen. Dr. Reiner Hofmann (BfL), merkte an, die momentanen Verhältnisse, mit »Stop und Go« des Verkehrs ohne Ausweichmöglichkeiten seien »ökologisch nicht sinnvoll«. Durch die neu entstehende Kindertagesstätte »Kinderland« werde sich die Verkehrssituation dort verschärfen, befürchten die Bürgervertreter.

Warnschilder wegen Wildwechsel

Die Tagesordnung bestand überwiegend aus Anregungen zur Verkehrsführung innerhalb und außerhalb des Stadtteiles. Dr. Reiner Hofmann stellte seinen Antrag, Sperrpfosten, wie sie in der Untergasse in Allendorf vorhanden sind, in der S-Kurve der Rheinfelser Straße aufzustellen, zurück.

Aus dem Gremium kamen weitere Vorschläge, um die Sicherheit dort zu verbessern, mit einem gemeinsamen Antrag soll das Thema angegangen werden.

In Höhe der »Holzburg« vor Kleinlinden auf der L 3054 findet häufig Wildwechsel statt, es gab dort schon Wildunfälle und gefährliche Verkehrssituationen. Um auf die Gefahr hinzuweisen, schlägt der Ortsbeirat vor, entsprechende Warnschilder aufstellen zu lassen. Möglicherweise sei auch eine Tempobegrenzung auf 70 km/h angebracht. Einen Sachstandsbericht zur Erneuerung der Fußgänger- und Radfahrbrücke über den Kleebach möchte der Ortsbeirat haben. Wann die neue Brücke das Provisorium ablöst und was es kostet, interessiert die Bürgervertretung.

Die Befürchtung, dass das Bauwerk rutschig und gefährlich für Radfahrer sei, trifft nicht zu, ergab die Diskussion. Die Fläche sei besser intakt als bei der alten Holzbrücke, hieß es. Zudem warnt ein Hinweisschild die Nutzer.

Nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist das Gelände rund um die Grillhütte. Es fehlen eine Toilettenanlage und ein halboffener Bereich. Die BfL fragte nach, ob der Grillplatz in dem derzeitigen Zustand noch den Bedürfnissen der Nutzer entspricht und möchte Auskunft, wie sich die Inanspruchnahme in den letzten fünf Jahren entwickelt hat.

Kulturscheune statt Bullenstand

Der Ortsbeirat hat den Bullenstand besichtigt und setzt sich für ein Konzept der im Eigentum der Stadt stehenden Räume ein. In gutem Zustand präsentiere sich das Gebäude, berichtete Ortsvorsteher Markus Sames nach der Begehung. Bei den Vorschlägen zur künftigen Verwendung sei auch der Begriff »Kulturscheune« gefallen. »Ein Gesamtkonzept wird gebraucht, was schön ist für Lützellinden und für die Stadt denkbar und umsetzbar«, hieß es in der Diskussion.

Gewerbetreibende müssen auf ihrem Betriebsgelände Parkflächen ausweisen, lautete eine Antwort aus dem Stadthaus. Bauordnungsrechtlich könne allerdings nicht durchgesetzt werden, dass sie diese Parkflächen auch nutzen, schreibt Stadträtin Gerda Weigel- Greilich und macht deutlich: »Gegen die Zweckentfremdung von Parkflächen auf den Grundstücken geht das Bauordnungsamt vor.

Erneut mahnte Carsten Zörb (CDU) einige unerledigte Anträge an.

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