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Mehr »Wums« für die Wirtschaft

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THM-Vizepräsident Prof. Dr. Jochen Frey, (vorne l.) gratuliert Prof. Jens Klose zur Wahl als Sprecher des neuen Kompetenzzentrums WuMS. Foto: THM © THM

GIeßen (red). Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) hat ein Kompetenzzentrum mehr: WuMS ist das »Kompetenzzentrum für Wirtschaft und Management Science« und bündelt Expertisen aus den Fachbereichen Wirtschaft (W), Wirtschaftsingenieurwesen (WI) und Management und Kommunikation (MuK). Zum Sprecher des Zentrums wurde bei der Gründungssitzung Prof.

Jens Klose gewählt, Volkswirt und Spezialist für Geld- und Wirtschaftspolitik.

»Wir geben mit WuMS den forschenden Wirtschafts- und Management-Experten der drei publikumsstarken Fachbereiche einen gemeinsamen Forschungsrahmen«, sagte Prof. Jochen Frey bei der Versammlung. Der Vizepräsident für Forschung an der THM koordiniert die Aktivitäten der Kompetenzzentren, die ihren organisatorischen Rahmen im 2008 gegründeten Zentrum für Forschung und Transfer (ZFT) haben. Das ist zuständig für die gemeinsame Forschungsstrategie, die Mittelverwaltung sowie das Forschungsmarketing.

Insgesamt verfügt die THM nun über acht Kompetenzzentren. AutoM ist auf Automobilität und Materialforschung ausgerichtet, BioTecMed auf Forschung zu Biotechnologie und Medizintechnik. Etem.THM ist fokussiert auf Energietechnik und -management, KITE auf Informationstechnologien. NanoP umfasst die elektrotechnische Forschung von der Nanoelektronik bis zur Raumfahrtelektronik und ZEuUS erforscht die Zusammenhänge von Energie und Umwelt. Das auf optische Systeme und Technologien spezialisierte Zentrum OTS hat jüngst eine Profilschärfung erhalten, heißt nun LOTuS und wird künftig vom Sprecher Prof. Dr. Markus Degünther vertreten.

»Mit WuMS sind jetzt alle Forschungsschwerpunkte der THM mit einem Kompetenzzentrum bedacht«, freut sich Frey. Es sei bedeutsam, die Aktivitäten der Forschenden in den drei Fachbereichen zu koordinieren, zu fokussieren und mit einer gemeinsamen Strategie zu unterlegen. Denn ohne Expertise aus Wirtschaftswissenschaften, Management und Kommunikation sei letztlich jede naturwissenschaftlich-technische Innovation noch meilenweit von einem marktfähigen Produkt entfernt.

Als Forschungsschwerpunkte von WuMS benennt Sprecher Prof. Klose Digitalisierung und digitale Transformation, quantitative Wirtschaftsanalyse, internationale Wirtschaft, Geschäftsmodelle und Existenzgründung. »Wir wollen damit auch einen Mehrwert bieten für einen Mittelstand im wirtschaftlichen Wandel. Der sich vielleicht gefangen sieht im Spannungsfeld zwischen Globalisierungs- und Deglobalisierungs-Trends, gleichzeitig die Digitalisierung meistern muss und auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit noch einige Schritte zu gehen hat«, so Klose. Das Zentrum soll für die mittelhessische Industrie ein wichtiger Ansprechpartner werden für alle nicht unmittelbar produktbezogenen Forschungs- und Modernisierungsvorhaben.

Bereits heute arbeiten Mitglieder des Kompetenzzentrums mit der heimischen Wirtschaft zusammen. Etwa im Projekt VLUID, das Verkehrslösungen für komplexe Umbauszenarien auf der Grundlage intelligenter Datenauswertung schaffen will.

Doch auch internationale Projekte werden im Kompetenzzentrum WuMS adressiert: So ist etwa DigiJaDe hervorzuheben, das in Kooperation mit Kollegen japanischer Universitäten den Stand der Digitalisierung in Japan und Deutschland vergleicht.

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