1. Startseite
  2. Stadt Gießen

»Mein Haustier«: Vom Wartezimmer mitten ins Herz

Erstellt:

giloka_hundrobby__jmo_24_4c_1
Fabienne Bayer hat Robby ein neues Zuhause gegeben. © Fabienne Bayer

In unserer Serie stellen wir Ihre tierischen Begleiter vor. Den Anfang macht Mischlingsrüde Robby, der seit einer zufälligen Begegnung das Leben von Fabienne Bayer bereichert.

Gießen. Vor gut fünf Jahren kreuzten sich die Wege von Fabienne Bayer und Mischlingsrüde Robby, es war eine »unverhoffte Begegnung«, für die die 36-Jährige bis heute »unendlich dankbar« ist. Bald feiert Robby seinen sechsten Geburtstag, doch sein Start ins Leben war alles andere als leicht.

Das in Spanien geborene Hündchen war noch nicht einmal drei Monate alt, als seine ersten Besitzer wegzogen und ihre Tiere - auch Robbys Schwester gehörte dazu - einfach zurückließen. Diese Erfahrung des Alleingelassenwerdens hallt bis heute nach. Fabienne Bayer schildert, dass ihr Hund noch immer große Verlustängste hat. Dabei würde das Frauchen ihren Vierbeiner niemals verlassen. »Wir sind ein unzertrennliches Team und verbringen jede freie Minute miteinander«, sagt Bayer.

Gerettet wurde Robby damals von Helfern der Tieroase Heuchelheim, denen die 36-Jährige sehr dankbar ist. Der Einsatz kam für den Rüden gerade noch rechtzeitig, für Robbys Schwester konnten die Tierschützer leider nichts mehr tun. Gemeinsam mit anderen »Fellnasen« wurde der kleine Hund in Spanien in einen Transporter gesetzt und kam nach der langen Reise in einer Pflegestelle in Mücke unter. Kurz darauf folgte das erste Aufeinandertreffen mit Fabienne Bayer. Die war mit ihren Meerschweinchen beim Tierarzt, wo Robby sich zur gleichen Zeit eine Impfung abholen sollte. Als der Mischling - Französische Bulldogge und Chihuahua »ist auf jeden Fall mit drin« - ins Wartezimmer kam, sei es »Liebe auf den ersten Hundeblick« gewesen. Schon am nächsten Tag besuchte sie Robby in seiner Übergangsbleibe, eine Woche später durfte er bei ihr einziehen.

Riesige Ohren

Robbys auffälligstes Merkmal: Er hat riesige Ohren. »Viele fragen scherzhaft, ob da noch Fledermaus mit drin ist«, erzählt die stolze Besitzerin. Fabienne Bayer freut sich nach wie vor über den »glücklichen Zufall«, durch den ihr tierischer Freund in ihr Leben gepurzelt ist: »Wir sind seitdem treue Gefährten.« Auch wenn das Zusammenleben nicht immer perfekt sei. »Robby muss alles kaputt machen, Spielzeuge halten nicht lange. Er ist verfressen, frisst wirklich alles, sogar Salat. Und er wälzt sich ebenfalls in allem. Aber immerhin geht er danach freiwillig in die Dusche«, gibt Bayer einen amüsierten Einblick. Die 36-Jährige arbeitet beruflich mit psychisch kranken Kindern - ab und zu darf ihr Hund mit. »Es ist so zauberhaft zu sehen, wie die Kids sich freuen und Robby sich mit seinen sanften Gemüt Streicheleinheiten abholt.«

Nach unserem Foto-Aufruf zum »Liebe-Dein-Haustier-Tag« haben wir so viele Rückmeldungen von unseren Leserinnen und Lesern erhalten, dass wir ihre tierischen Begleiter nun regelmäßig in unserer Serie »Mein Haustier« vorstellen.

Auch interessant