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Meisenbornweg für Studierende nutzen

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Gießen (red). Beim Mieterverein zeigt man sich über den Zuwachs von 23 Wohnheimplätzen für Studenten erfreut, weil damit der städtische Wohnungsmarkt ein wenig entlastet wird. Aber das sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, heißt es in einer Presseerklärung und man schlägt vor: Warum nutzt das Land Hessen nicht die Räumlichkeiten der leerstehenden zentrale Aufnahmestelle im Meisenbornweg ?

Liegenschaften des Landes

»Gießen mit seinen gut 90 000 Einwohnern beherbergt vier Hochschulen. Die beiden größten, die Justus-Liebig-Universität und die Technische Hochschule Mittelhessen, haben zusammen über 50 000 Studierende. Selbst wenn nicht alle davon in Gießen wohnen, ist der örtliche Wohnungsmarkt erheblich angespannt, was die Mieten antreibt,« so der Vereinsvorsitzende, Heimo Klemm.

Der Bedarf an Wohnmöglichkeiten zu bezahlbaren Mieten in Gießen sei groß, insbesondere bei den Studenten, die nur über kleine Budgets verfügen. Das Land Hessen habe im letzten Jahrzehnt zwar die Zahl der Studienplätze deutlich vergrößert, aber die Wohnmöglichkeiten aus dem Blick verloren. »Nach eigenen Angaben strebt das Studentenwerk Gießen eine Versorgungsquote von zehn Prozent an, ist davon aber noch weit entfernt. Und die Kosten laufen davon. Wenn die 23 jetzt entstandenen Wohnheimplätze schon 2,2 Mio. Euro gekostet haben, kann man sich leicht ausrechnen, welche Investitionssumme nötig ist, um einige hundert neue Plätze zu schaffen«, führt Klemm weiter aus.

»Das Land Hessen verfügt in Gießen über eine große Liegenschaft, die sich schnell in ein Studentenwohnheim umwandeln ließe. Gemeint ist die seit Jahren nicht mehr genutzte zentrale Notaufnahmestelle im Meisenbornweg. Da ist keine jahrelange Bauplanung notwendig, allenfalls sind einige Umbaumaßnahmen erforderlich. Und von diesem Standort lassen sich viele Einrichtungen der Hochschulen schnell erreichen«, lautet der Vorschlag des Mietervereins.

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