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Mieterverein rät zur Rücklagenbildung

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Gießen (red). »Die im Jahr 2021 stark gestiegenen Energiekosten für Gas (plus 47 Prozent), Heizöl (plus 64 Prozent) und Strom (plus 38 Prozent) werden sich auch in der Betriebskostenabrechnung 2021 für Mieter niederschlagen. Das Zahlenwerk wird die Haushalte im Laufe dieses Jahres erreichen. Der Mieterverein rät deshalb dazu, eine finanzielle Rücklage zu bilden, um nicht von hohen Nachforderungen überrascht zu werden.

»20 Prozent der monatlichen Vorauszahlung halten wir für angemessen«, heißt es in einer Presseerklärung des Mietervereins. Die Wärmekosten betrügen rund ein Drittel der Nebenkosten von 3,61 Euro/Quadratmeter und seien der größte Einzelposten.

Was können Mieter nun tun angesichts der gestiegenen Energiekosten? Jeder solle prüfen, ob er mit seinen Verbrauchsgewohnheiten noch Strom und Heizenergie einsparen kann, ohne dass die Wohnung auskühlt und sich deshalb Schimmel bildet.

Antrag auf Wohngeld stellen

Haushalte mit kleinerem Einkommen seien gut beraten, einen Wohngeldantrag zu stellen, denn die Wohngeldbezieher erhielten in diesem Jahr einen Wärmekostenzuschlag vom Staat.

Allen anderen Mieter bleibe nur, den Vermieter anzusprechen, ob er in eine energetische Verbesserung des Gebäudes investieren will, also eine bessere Dämmung, neue Fenster oder eine effizientere Heizung. Dafür gebe es nach wie vor einen Kredit von der KfW. Auch die Kosten für den Rat eines Energieberaters könnten bezuschusst werden.

Mietanhebung

Der Vermieter dürfe nach solchen Baumaßnahmen die Miete wegen Modernisierung anheben. Das könne zwei bis drei Euro pro Quadratmeter ausmachen.

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