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Mijatovic: Gewalt ist ein Rückschritt für Regimegegner

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Gießen/Kassel (ib). Der grüne Bundestagsabgeordnete Boris Mijatovic, der der hochrangigste Politiker war, der am Samstag an der Gegendemonstration gegen das Eritrea-Festival teilgenommen hatte, betonte gestern auf Nachfrage, dass es nie die Absicht dieser Demonstration gewesen sei, das Festival gewaltsam zu unterbinden. »Der Gewaltausbruch war für die Sache der Exil-Eritreer kontraproduktiv.

Gewalt kann kein Mittel sein, sich über das Recht zu stellen.« Das Verwaltungsgerichtsurteil vom Vortag, dass Einsprüche gegen die Veranstaltung abgewiesen habe, hätte von allen Regimegegnern respektiert werden müssen, betonte der 48-Jährige, der für seine Partei im Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe ist. Es sei traurig, dass es die eritreische Opposition nicht geschafft habe, sich im Nachgang von der Gewalt zu distanzieren. »Das ist ein Rückschritt und macht kaputt, was wir in zehn Jahren friedlichen Protests erreicht haben.« Mijatovic kündigte an, auch in Zukunft friedlich gegen die Diktatur in Eritrea zu demonstrieren, die zahllose Menschen verfolge und ins Exil treibe.

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