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»Minutenlang herrschte Ausnahmezustand«

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Die Baustelle machte eine halbseitige Sperrung der Lahnstraße erforderlich. Foto: Jung © Jung

Eine temporäre Baustelle in der Lahnstraße in Gießen sorgt für Chaos. Denn Autofahrer übersehen oder ignorieren die Verbots- und Sackgassenschilder.

Gießen (kg). Kurz hinter der zweiten Unterführung in der Lahnstraße ging es am Mittwoch teils chaotisch zu. Grund war eine kurzfristige Baustelle, die von den Stadtwerken Gießen (SWG) eingerichtet, ordnungsgemäß gesichert und mit Umleitungsschildern versehen war. Offenbar erkannten aber Autofahrer, die aus der Frankfurter Straße ihre gewohnte Strecke nach links in die Lahnstraße nahmen, zu spät die Sperrhinweise und versuchten, trotz der Verbots- und Sackgassenschilder ihren üblichen Weg fortzusetzen. Auf der rechten Seite war indes kein Durchkommen.

Mitarbeiter der SWG entfernten im Auftrag der Deutschen Bahn einen Gasausbläser, erklärte SWG-Sprecher Matthias Acker auf Anfrage des Anzeigers. Es handele sich um Vorbereitungen für die geplante Erneuerung der zweiten Brücke, die wieder eine Großbaustelle - allerdings noch nicht in absehbarer Zeit - nach sich zieht. Etliche Pkw seien trotz der Sperrung in die nur einspurig passierbare Straße eingefahren und hätten »auf unglaubliche Art« eine Wiese überquert, berichteten Bauarbeiter. Außerdem sei es laut geworden. »Minutenlang herrschte Ausnahmezustand.« Die Ordnungspolizei wurde verständigt, erwischte einen Autofahrer bei der verbotenen Durchfahrt und nahm zur Kenntnis, dass einige Wagenlenker die »unzulängliche Beschilderung« bemängelten. Dies sollte nachgebessert werden. Ab dem heutigen Donnerstagnachmittag soll die Baustelle wieder verschwunden sein.

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