Mit Begeisterung für Literatur

Am meisten beeindruckt mich an Dietlind Grabe-Bolz ihre Fähigkeit, sich auf andere Menschen einzulassen, sich wirklich für sie zu interessieren, ihnen zuzuhören. Das ist weiß Gott nicht jedem Politiker gegeben. Bestimmt hat ihre außergewöhnliche Empathie auch etwas mit ihrer großen Begeisterung für Literatur zu tun, die für eine Germanistin - die sie ja nun auch ist - sicher nicht ungewöhnlich ist, wohl aber für eine Verwaltungschefin.

Ohne ihren Enthusiasmus, ihre politische Fürsprache und unermüdliche Unterstützung auf vielen Ebenen wäre auch das Literarische Zentrum Gießen (LZG) niemals so erfolgreich geworden, wie es heute ist. Ich freue mich deshalb wirklich sehr, dass sich Dietlind Grabe-Bolz nach dem Ausscheiden aus dem Amt auch im Vorstand des LZG engagieren will. Wir können uns keine passendere Kollegin in diesem Gremium wünschen! Für mich hat ihr Abschied als Oberbürgermeisterin deshalb durchaus auch eine positive Seite - wenn auch meine Wehmut im Moment noch überwiegt…

Prof. Sascha Feuchert Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der JLU und Vorsitzender des LZG

Das könnte Sie auch interessieren