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Mit Engagement und Energie

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Wettenberg. Nicht ganz alltäglich verlief jetzt die Programmrückschau auf die letzte und der Ausblick auf die kommende Saison der Wettenberger Winterkonzerte. Erstmals nahm der neue Bürgermeister Marc Nees an der Sitzung des ehrenamtlich arbeitenden Arbeitskreises teil. Er ließ sich in die zahlreichen Facetten der Planung, Vorbereitung und Durchführung der renommierten Konzertreihe einweisen und die einzelnen Köpfe vorstellen.

Das Team sieht nach zwei Corona-Jahren mit gedämpftem Optimismus in die Zukunft.

Ilse Bergner, die langjährige Sprecherin des Arbeitskreises, betonte, die Winterkonzerte seien »eine offizielle Veranstaltung der Gemeinde, die Arbeit muss aber weitgehend ehrenamtlich erledigt werden«. Es wäre sehr schön, wenn im Arbeitskreis künftig ein paar jüngere Zugänge zu begrüßen wären,« fügte sie hinzu, »das ist uns eine Aufgabe.« Der Arbeitskreis besteht seit 30 Jahren und ist kein eingetragener Verein.

Anschließend stellte Bergner die einzelnen Akteure des Arbeitskreises vor und umriss kurz die jeweiligen Arbeitsbereiche. Es sind viele, angefangen von der Planung und Vorbereitung der Konzerte und Buchung der Künstler bis zur Abstimmung mit dem Fahrplan der evangelischen Kirche im Wißmar, dem Veranstaltungsort. Der stößt weiterhin bei allen auftretenden Künstlern auf größte Sympathie, sie spielen wirklich gerne dort. »Die Atmosphäre ist so gut,« sagten etwa die erfahrenen Musiker des Hessischen Rundfunks wiederholt.

Viele musikalische Gäste zeigen sich auch beeindruckt von der positiven Energie, die vom begeisterungsfähigen Wißmarer Klassikpublikum ausgeht. Die Konzerte bringen auch der Kirchengemeinde Vorteile, die Spenden aus einem der jüngsten Konzerte wurden etwa zur Renovierung der Orgel verwandt.

Des Weiteren kümmern sich kompetente Menschen um die Logistik (Martin Köster), um den kostengünstigen Blumenschmuck (Helga Deiß), um die Dokumentation der Besucher (Rita Langhammer), Einlass und Verpflegung (Reinhard und Esther Schumacher. Lühr Grolle »besorgt die Textredaktion«, berichtete Ilse Bergner, »er ist mein Ghostwriter.« Dieterich Emde und Barbara Yeo-Emde fertigen Plakate und kümmern sich um die Werbung. Georg Schlierbach (Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Sport und Partnerschaften) war auch zugegen.

Außergewöhnliche Konzertsaison

»Schon wegen Corona war es eine außergewöhnliche Saison, aber auch eine sehr gute«, sagte die Arbeitskreisvorsitzende Bergner. »Wir konnten vielen Menschen Trost und Hilfe vermitteln«. Alle Besucher mussten sich per E-Mail anmelden. Die Einladungen sollen künftig ebenfalls per E-Mail erfolgen.

In der abgelaufenen Saison fanden sieben Konzerte statt, davon ein Open-Air auf dem Gleiberg, bei dem die Blechbläser der Gießener Philharmonie musizierten. Im Oktober gab es einen nachgeholten Liederabend und am 7. November einen glänzenden Auftritt des Eliot-Quartetts.

Hinzu kam am 2. Januar ein Neujahrskonzert, und am 29. Januar ein Stiftungskonzert zum Gedenken an den verstorbenen Heinz Bergner. Er hatte über Jahrzehnte die Reihe intensiv begleitet. Das Neujahrskonzert wird üblicherweise von rund 400 Gästen besucht. Zuletzt konnten nur 90 Menschen eingelassen werden, die eingeladenen hr-Sinfoniker wurden daher aus einem anderen Topf bezahlt.

Zum Ausblick: Geplant sind in diesem Jahr am 11. September ein Open-Air auf der Burg, am 2. Oktober ein Auftritt des Ensembles des Jungen Orchesters Wetzlar, ein Neujahrskonzert am 8. Januar 2023, und ein weiteres Kammerkonzert des hr-Sinfonieorchester am 5. Februar. Im März folgt ein Konzert mit Bratsche und Klavier.

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