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Mit Liebe, Hoffnung und Haferflocken

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Auch der Religionskurs der Klassen 6a und d leistet seinen Beitrag für die Hilfsaktion. Foto: Stoy © Stoy

Schülerinnen und Schüler der Herderschule Gießen zeigen Herz und Initiative für Menschen in der Ukraine : Seit März wurden bereits 160 Hilfspakete gepackt - und der Einsatz geht weiter.

Gießen (red). Seit dem Aktionstag für die Ukraine am 16. März werden an der Herderschule wieder fleißig Päckchen gepackt. Durch die von zwei Zwölftklässlern, Silvan Becker und Abid Hossain, initiierte Aktion konnten bereits über 160 Pakete an die Hilfsorganisation GAiN in Gießen weitergeleitet werden.

Wurden anfangs nur Hygieneartikel gesammelt, werden jetzt auch Lebensmittel wie Haferflocken, Knäckebrot, Kräutersalz dringend für die vom Krieg geschädigten Menschen in der Ukraine benötigt. Die Idee dazu bekam Abid durch einen Spendenaufruf im Radio. Daraufhin wollte er diese Idee an seiner eigenen Schule nach dem Vorbild von »Weihnachten im Schuhkarton« umsetzen. Nach wie vor werden die Päckchen in der Schule gesammelt und jeden Freitag von den beiden Schülern zu GAiN gebracht, deren Mitarbeiter sie wiederum in die Ukraine weitertransportieren.

»Die Nachrichten und Bilder aus der Ukraine haben mich sehr bewegt und ich hatte den Wunsch, etwas für die Menschen, denen dieser schreckliche Krieg widerfährt, zu tun. Und als ich mit Abid darüber gesprochen habe und er ähnliche Gedanken dazu hatte, hat sich sehr schnell die Idee einer Spendenaktion gebildet. Ich hatte einfach das Bedürfnis, diesmal nicht nur zuzuschauen, sondern etwas für die Menschen zu tun«, erklärt Silvan Becker.

Manche Ethik- und Religionskurse haben es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam ein Paket zu packen. »Damit können wir unsere Anteilnahme zum Ausdruck bringen und die Menschen in dieser schweren Situation unterstützen«, begründet Charlotte aus dem Jahrgang 11 ihr soziales Engagement.

»Unserer Religionslehrerin Frau Stoy war es wichtig, uns zu zeigen, dass wir alle ganz leicht und mit wenig Aufwand einen positiven Beitrag leisten können. Die Lebensmittel wurden mit der Packliste und einer großen Portion ›Hoffnung und Liebe‹ im Paket verstaut«, beschreibt Lotta aus der 6. Klasse die Aktivitäten ihres Religionskurses.

Klar sichtbar wurde dies dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler die Pakete liebevoll verzierten und ein Foto hineinklebten, das die ukrainische Flagge - formiert durch die Schulgemeinde der Herderschule - abbildete.

Auf die Frage, warum er sich an der Hilfsaktion beteilige, sagt Ninib aus der 7. Klasse: »Ich finde es superwichtig, anderen Menschen zu helfen, jetzt nicht nur in der Ukraine, wo gerade mein Fokus liegt, sondern auch in allgemein ärmeren Ländern. Ohne ein soziales Miteinander wären wir jetzt nicht hier, wo wir sind!«

Seine Mitschülerin Nela ergänzt: »Ich will den Menschen, die gerade unter dem Krieg leiden, zeigen, dass wir für sie da sind und ihnen zeigen, dass wir nicht einfach nur den Krieg in den Medien verfolgen und dabei nur an die Konsequenzen für uns denken. Durch diese Aktion wollen wir deutlich machen, dass wir uns nicht um die Industrie und Wirtschaft, sondern um die Menschen in der Ukraine sorgen!«

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