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Mit positivem Signal in den Herbst

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Gießen (red). 17 405 Personen waren im abgelaufenen Monat September erwerbslos gemeldet. Im Vormonat August waren 264 Personen mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 auf 4,6 Prozent zurück. Im September des Vorjahres waren 505 Arbeitslose weniger gemeldet, die Quote lag damals bei 4,5 Prozent.

»Nachdem die Zahl der Arbeitslosen die vergangenen drei Monate anstieg, starten wir mit einem Rückgang der Erwerbslosigkeit in den Herbst«, kommentiert Eckart Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Gießen. »Der erneute Rückgang der Stellenmeldungen deutet zwar auf eine abwartende Haltung der Unternehmen in dieser unsicheren Zeit hin, ist jedoch nur ein Faktor von vielen, der die Dynamik am Arbeitsmarkt bestimmt. Fachkräfte werden in nahezu allen Branchen gesucht. Die Arbeitsagentur berät zu Qualifizierungsmöglichkeiten und kann mit einer Förderung unterstützen. Das gilt auch für Beschäftigte.«

Im September haben 129 kurzarbeitende Betriebe im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen einen Antrag auf Auszahlung von Kurzarbeitergeld (KuG) gestellt und auch bewilligt bekommen. Das waren 212 Betriebe weniger gegenüber dem Vormonat. 23 346 Personen waren als Unterbeschäftigte im engeren Sinne gemeldet. Das waren 608 Personen mehr im Vergleich zum Vorjahr.

1023 neue Arbeitsstellen meldeten Arbeitgeber der Arbeitsagentur Gießen sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau im vergangenen September. Das waren 158 neue Stellen weniger als im Vormonat und 193 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen weniger im Vergleich zu September 2021. Der Bestand an offenen Stellen stank um 202 auf 7216. Im Vorjahresmonat waren 597 Stellen weniger gemeldet.

Leichter Rückgang

Die Erwerbslosigkeit ging bei den Männern sowie den Frauen zurück. 9270 Männer waren arbeitslos registriert. Das waren 102 weniger als im August und 202 weniger im Vergleich zu August des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,7 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote ebenfalls bei 4,7 Prozent. Bei den Frauen sank die Arbeitslosigkeit um 162 auf 8135. Im Vorjahresvergleich waren 707 Frauen weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank leicht um 0,1 auf 4,6 Prozent. Im September des Vorjahres lag die Quote bei 4,2 Prozent.

Nachdem die Arbeitslosigkeit bei den jungen Personen unter 25 Jahren die vergangenen drei Monate in Folge saisonüblich stieg, ging sie im September um 195 auf 1645 zurück. Die Arbeitslosenquote sank deutlich von 4,6 auf 4,1 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 134 junge Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Quote lag damals bei 4,5 Prozent.

Bei den über 50-jährigen Erwerbslosen stieg die Anzahl der Gemeldeten den vierten Monat in Folge. 5557 Ältere waren arbeitslos gemeldet, 56 mehr im Vergleich zu August, jedoch 34 weniger als im September 2022. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,2 Prozent im aktuellen Berichtsmonat und lag auch im Vorjahr bei 4,2 Prozent.

6775 Ausländer waren im September erwerbslos gemeldet, 184 mehr als im Vormonat und 1555 mehr im Vergleich zu September 2022. Die Arbeitslosenquote lag bei 15,2 Prozent, 0,4 Prozent mehr im als im August. Im Vorjahr betrug die Quote 12 Prozent.

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