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Unterwegs zu neuen Ufern: das Duo »Wolfipilz«. An den Bewegtbildern beteiligt war auch die Gießener Produktionsfirma »Peryton Film«.

Mit Witz und Videos

Gießen. »Musik ist Seele. Alles was mich ausmacht, steckt dort drin,« erklärt Wolfgang Pilz. Seine Leidenschaft, sein Enthusiasmus ist den Songs anzuhören, die der Gießener mit seiner Lebensgefährtin Waltraud Velte als Duo »Wolfipilz« veröffentlicht. Mit ihren Liedern wollen sie vor allen Dingen Freude am Leben vermitteln sowie Hoffnung verbreiten - was in diesen seltsamen Zeiten gerade recht kommt.

Völlig neue Erfahrungen

Dafür haben die beiden Hobbymusiker fleißig an neuem Material gefeilt und sich mit den Kreativköpfen der Gießener Filmproduktion »Peryton Film« zusammengetan. So entstand originelles Videomaterial, mit denen sie die Titel untermalen.

Der Kontakt mit »Peryton«-Geschäftsführer Robin Jäger entstand über Instagram, wo das Duo im regen Austausch mit Hörern und Künstlern steht. Vor allem die selbsternannte »Keyboardqueen« Walli pflegt die sozialen Kanäle. »Wir haben schnell gemerkt, dass es mit Robin vor allem menschlich passt. Im Mai 2020 haben wir das erste gemeinsame Video zum Song »Aufbruch in den Sonnenschein« gedreht, vornehmlich am Schwanenteich,« berichtet Velte.

Dabei machten die Musik- und Lebenspartner während der Aufnahmen völlig neue Erfahrungen, etwa durch das Arbeiten vor dem »Greenscreen«. »Das war natürlich sehr spannend und aufregend zu sehen, was für Möglichkeiten man mit dieser Technik hat. Wir sind ja nicht mehr die Jüngsten und kannten uns da nicht gut aus«, lacht sie. Im neuen Song »Manchmal hilft nur träumen« verschlägt es »Wolfipilz« so mit Hilfe der Computertechnik auf ein Hausboot mit Blick auf die New Yorker Freiheitsstatue, oder zu einer Tempelanlage, die vom Regenwald umgeben ist.

Lust auf Konzerte in der Stadt

»Das hat unheimlich viel Spaß gemacht und wir sind richtig aufgeblüht. Es stellt zwar keinen Ersatz für Live-Auftritte dar, aber eine mehr als willkommene Abwechslung ist es allemal. Wir werden noch weitere Videos drehen,« resümiert »Walli«, die wie ihr Lebensgefährte im sozialen Bereich tätig ist und unter anderem in Gießen an der Fachstelle für Suchtprävention gearbeitet hat.

Viele Konzerte waren es nicht, die »Wolfipilz« im Jahr 2021 spielen konnte. Doch dafür bleiben sie in umso schönerer Erinnerung. Etwa der Auftritt in der evangelischen Kirche in Kinzenbach, der vom »kreativen Frauenkreis« der Martinsgemeinde veranstaltet wurde. Dort gefielen die beiden Gießener beim Gastspiel mit deutschsprachigen Rockballaden und selbst komponierten Texten. »In der Kirche war ein toller Klang und die ganze Stimmung hat gepasst. Es war ein intimes Konzert, bei dem wir versucht haben, eine positive Stimmung zu vermitteln«, erklärt Songwriter Pilz. Dabei ist es dem Duo wichtig, auch Einblicke zu geben, woher etwa die Idee für ein Stück kommt oder was es mit dem Text auf sich hat.Auch gibt es die Überlegung einer ersten EP, allerdings muss dafür alles passen. »Ein Album kommt für uns nur in Frage, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Bei uns steht ganz klar der Spaß und die Authentizität im Vordergrund. Aber wenn die Mischung aus Produzent, Studio und gemeinsamen Ideen und Vorstellungen passt, sind wir nicht abgeneigt.«

Es ist also noch Zukunftsmusik. Zunächst einmal hoffen die beiden sympathischen Gießener, in der hiesigen Szene mehr Fuß fassen zu können - was unter Pandemiebedingungen natürlich doppelt schwierig ist. »Wir kennen uns nicht so gut aus, was Locations oder Veranstaltungen angeht. Außerdem spielen wir keine Cover oder gängige Unterhaltungsmusik, was vielen Veranstaltern vielleicht nicht so in das Konzept passt. Doch mehr Konzerte in der Heimatstadt spielen zu dürfen, ist ein großer Wunsch von »Wolfipilz«.

Brücke zur Arbeit als Therapeuten

Das Feedback in den sozialen Medien ist jedenfalls positiv. Auch, weil die beiden eine Brücke zu ihren Berufen als Soziotherapeuten schlagen. »Bei der Arbeit helfe ich Leuten mit seelischen Schwierigkeiten und versuche, ihnen neue Wege aufzuzeigen. Jetzt bemühe ich mich, mit der Musik Botschaften zu vermitteln - aber mit Witz und Charme statt mit erhobenem Zeigefinger,« erklärt Wolfgang Pilz. »Denn Musik ist ein positiver Energieträger, bei dem das Kreative im Mittelpunkt steht. Diese Freiheit kann wunderbar als Eigentherapie genutzt werden,« ist »Walli« überzeugt.

Die Band im Internet: www.instagram.com/wolfipilz/?hl=de sowie

www.youtube.com/channel/UCZW66LVL2sO8GAMZPJgLDMw/featured.

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