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Motorradfahrer war der Spitzenreiter

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Die Kontrollstelle in der Grünberger Straße war nicht sehr ergiebig. © Schäfer

Die Polizei schnappt Raser, Gurtmuffel und einen leichtsinnigen Vater, der seine Kinder in der Babyschale nicht angeschnallt hatte. Er hat eine Schulung bekommen, andere Geldbußen und Punkte.

Gießen (rsa). Kleinere Kinder gehören im Auto auf den Kindersitz, Babys und Kleinstkinder in eine Babyschale. Mit 63 Stundenkilometer (km/h) wurde ein Fahrer in der Grünberger Straße bei einer Geschwindigkeitsmessung angehalten und auf einen Parkplatz gelotst. Dort stellten die Polizisten fest, dass die beiden kleinen Kinder zwar in zwei Babyschalen lagen, der Vater die Babyschalen jedoch nicht angeschnallt hatte. »Das war bisher unser Highlight«, so die Polizei. »Der Mann war einsichtig, wusste allerdings gar nicht, wie man Maxi-Cosis anschnallt. Wir mussten ihm das zeigen und haben eine Beschulung gemacht.«

Die Geschwindigkeitskontrolle wurde anlässlich des europaweiten Verkehrsaktionstages »ROADPOL-Speedmarathon« durchgeführt. Auch die hessische Polizei machte an diesem Tag einmal mehr auf die Gefahren und Folgen eines zu schnellen Fahrens aufmerksam. Den ganzen Tag über gerieten Rasende verstärkt ins Visier der Geschwindigkeitsmessungen. In Gießen wurde ab 7 Uhr geblitzt, und zwar im Alten Steinbacher Weg vor der Gesamtschule Gießen-Ost, in der Rathenaustraße, in der Krofdorfer Straße und in der Eichgärtenallee. Nach der Mittagpause wurde sich in der Grünberger Straße an zwei Stellen postiert.

Die Radarkontrollstelle »Am Waldstadion« wurde nach kurzer Zeit aufgegeben, da der stadtauswärts rollende Verkehr sich generell an die innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkung gehalten habe. Bei der Kontrollstelle stadteinwärts in Höhe des Kunstrasenplatzes neben der »Pizza-Mouse« wurde nicht nur der Vater der zwei nicht angeschnallten Kinder erwischt, sondern auch ein Motorradfahrer. »Das war mit 77 Stundenkilometern unser bisheriger Spitzenreiter. Anscheinend hat er auf seiner Maschine nochmals so richtig Gas gegeben.« Das Auf-die-Tube-drücken kostete ihn eine Stange Geld. »Neben 180 Euro erhält er dazu noch einen Punkt im Flensburger Verkehrsregister.«

Besonders günstig war auch dieser Standort in der Grünberger Straße nicht dafür, möglichst viele Schnellfahrer zu erwischen. Denn die stadteinwärts ins Visier genommenen Autofahrer mussten direkt hinter dem Radarkontrollpunkt wegen einer Straßenverengung durch eine Baustelle und einem Geschwindigkeitsbegrenzungsschild von 30 km/h in diesem Bereich eh auf ihr Fahrverhalten aufpassen. »Fast alle haben sich an die erlaubte Geschwindigkeit gehalten. Trotzdem sind uns einige Fahrer ins Netz gegangen«, so die Polizei.

Auch zwei Gurtmuffel und zwei Fahrer mit Handy am Ohr wurden zur Kasse gebeten. In die Geschwindigkeitsfalle geriet auch ein ukrainisches Auto. Weswegen der Fahrer zu schnell im Stadtgebiet unterwegs war?

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