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Museum kommt ins Seniorenheim

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Digitale Museumsführung: Die Gäste der Tagespflegestätte beim Betrachten des Bildes »Vornehme Leut«. © Awo

Digitale Führung in der Awo-Tagesstätte Kleinlinden: Unter den von Kunstvermittlerin Rita Ghobad aus Freiburg vorgestellten Gemälden gefiel den Bewohnern das Bild »Vornehme Leut« am besten.

Gießen (red). Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Gießen setzt ihr Programm im Rahmen des seit Januar 2020 bestehenden Projektes »Kunst und Kultur auf neuen Pfaden« fort. Geht nicht - gibt’s nicht!

Nach diesem Motto hat die Awo bereits im Seniorenzentrum »Albert-Osswald-Haus« das digitale Format für die kulturelle Teilhabe von Menschen mit und ohne Demenz gestartet. Nun wurde dieses Angebot von den Gästen der Awo-Tagesstätte in Kleinlinden ebenfalls erprobt.

Auch in Zeiten der Corona- Pandemie möchten wir die kulturelle Teilhabe weiter beibehalten, so Kornelia Steller-Nass, die für dieses Projekt schwärmt. »Wir holen uns das Museum in die Einrichtung! «

Neues mit Hilfe moderner Technik ausprobieren ist für die Mitarbeitenden schon an der Tagesordnung. »Wir verschließen uns nicht, sondern sind immer wieder gespannt auf Neues, so die Einrichtungsleiterin der Tagesstätte, Martina Wallwaey.

Digital zugeschaltet wurde die freie Kunstvermittlerin Rita Ghobad aus Freiburg. Auf einer großen Leinwand konnte dann die digitale Museumsführung beginnen. Gemütlich aus dem Sessel heraus, wurden die Bilder betrachtet und besprochen. Die Kunstvermittlerin war immer wieder überrascht über die Wahrnehmung und Meinungen der Teilnehmenden.

Am Ende der Museumsführung wurde abgestimmt, welches Bild das schönste war.

Mehrheitlich, durch Daumen hoch, wurde für das Ölgemälde »Vornehme Leut« von Hermann Angermann votiert.

»Wir danken in diesem Zusammenhang dem Verein Initiative ›Demenzfreundliche Kommune Stadt- und Landkreis Gießen‹, die immer wieder neue Projekte für Menschen mit Demenz auf den Weg bringt. Hier in Verbindung mit dem Oberhessischen Museum und «(de)mentia art, Köln«, betont die Awo.

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