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»Musik der Könige und Fürsten«

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Spezialisiert auf Musik von 1500 bis 1800: das Berliner Barocktrompeten Ensemble. © Ensemble

Gießen. Wie viele andere Musikangebote konnte auch diese kleine, feine Konzertreihe während der vergangenen zwei Jahre der Pandemie nur in reduziertem Rahmen stattfinden. Doch die Basilika-Konzerte auf dem Schiffenberg starten nun wieder durch. Den wahrlich »gloriosen« Auftakt gibt es am Sonntag, 29. Mai, um 11.30 Uhr mit dem Berliner Barocktrompeten Ensemble, das in Gießen sein neues Programm »Tromba Festiva, Musik der Könige und Fürsten« spielen wird.

Bustransfer ab Rathaus geplant

Das Programm der gesamten Basilika-Konzertreihe stellten nun die Vorstandsmitglieder des Vereins Gießener Meisterkonzerte, Dr. Dieter Lindheimer, Annegret Kausen und Hermann-Josef Wehner bei einer Pressekonferenz vor. Beginn der Konzerte ist, wie gewohnt, um 11.30 Uhr. Voraussichtlich wird an diesen Sonntagen auch ein Bus um 11 Uhr vom Berliner Platz aus zum Schiffenberg starten. In diesem Jahr werden wieder 150 Sitzplätze bereitstehen, kündigten die Vorstandsmitglieder an. Bei den Konzerten wird es jeweils eine kurze Pause geben, allerdings ohne Getränkeverkauf. Es wird darum gebeten, an der Kasse eine Maske zu tragen. Der Vorverkauf im Haus der Karten und bei Tourist-Info hat begonnen, die Programmhefte sind im Druck.

Das Konzert mit den Berliner Barocktrompeten stand bereits als erstes Konzert 2021 auf dem Programm, das aber wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste und nun nachgeholt wird. Die Veranstalter sind froh, das Berliner Ensemble mit seinen Original-instrumenten begrüßen zu können, die besonders gut in die Atmosphäre der Basilika passen. Es spielen Johann Plietzsch, Christian Ahrens, Ludger Starke (Trompete), Wolfgang Eger (Pauken und Perkussion), Jan Grüter (Theorbe), Klaus Treu (Truhenorgel) und Heidi Gröger (Viola da Gamba). Das Barocktrompeten Ensemble Berlin, von Johann Plietzsch 1990 gegründet, ist spezialisiert auf Trompetenmusik von 1500 bis 1800. Das Repertoire des Ensembles reicht von den frühesten überlieferten Aufzugs- und Festmusiken der höfischen Trompetergruppen bis zu Partien im Orchester der Klassik.

Mit dem Deutschen Saxophonensemble geht es am 26. Juni weiter. Die vier Saxophonistinnen des Quartetts sind Preisträgerinnen renommierter Wettbewerbe, sie bieten ein breites Repertoire aus verschiedenen Jahrhunderten an, viele der Stücke sind in Originalform zu hören. Die Pflege der klassischen Literatur für Saxophonquartett ist nur ein Segment der kammermusikalischen Arbeit des Ensembles. Das Quartett setzt sich darüber hinaus auch für zeitgenössische Werke vorrangig deutscher Komponisten ein. Es spielen Annalena Neu (Sopransaxophon), Monika Leufgen (Altsaxophon), Regina Reiter (Tenorsaxophon) und Katharina Stashik (Baritonsaxophon).

Mit einem ganz besonderen Programm unter dem Titel »Pierrot« folgt am 10. Juli das Duo mit Anna-Lena Perenthaler (Cello) und André Dolabella (Klavier). Das Duo hat sich kurz vor der Corona-Pandemie zusammengefunden und in der Lockdown-Zeit eine Reihe von Werken erarbeitet. Die Musiker schreiben zu ihrem Programm: »Preziosität, Extravaganz, prinzliches Gebaren, hochmütige Weltfremdheit, metaphysische Eloquenz, geistreich verrückte Atmosphäre, Pierrot als Destillat eines Lebensgefühls«. Dazu sind Stücke von Claude Debussy, Francis Poulenc und anderen zu hören.

Abschluss am 24. Juli

Zum Abschluss der aktuellen Reihe darf das Publikum am 24. Juli gespannt sein auf das Duo Julius Schepansky (Akkordeon) und Mascha Wehrmeyer (Violine), die ihr neues Programm »Wurzeln und Flügel« vorstellen werden. Die Werke des Programms berühren das Thema Wurzeln und Identitätssuche. Trotz aller Brüche berufen sich alle Stücke auf Traditionen. »Und so ist es an uns«, schreibt Schepansky zu seinen Bearbeitungen, »als Zuhörer und Interpreten die Suche nach Lösungen nachzuempfinden, und daraus unsere Gegenwart neu zu interpretieren.« Es sind unter anderem Werke von Mozart, Reger und Dvorak zu hören.

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